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Für alle: „Admeto“ am Kiessee

Händel-Fest Für alle: „Admeto“ am Kiessee

Noch fünf Tage sind es bis zum Start der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen. In diesem Jahr, in dem am 14. April der 250. Todestag des Komponisten weltweit begangen wurde, ist das Göttinger Programm besonders vielfältig und abwechslungsreich. 

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Fernöstliches mischt sich mit barocker Musik: Bühnenbild zu Händels Oper „Admeto“ von Bernd Lepel.

Quelle: EF

Für das Jubiläumsjahr 2009 hat Festspielintendant Benedikt Poensgen ein besonders opulentes Programm zusammengestellt. 69 Veranstaltungen sind für die Zeit zwischen dem 22. Mai und dem 3. Juni angesetzt, erwartet werden 600 Künstler. Und mit 20000 verfügbaren Eintrittskarten dürften die musikalischen Wünsche des Publikums zum großen Teil befriedigt werden können.

Für den Fall, dass das Kartenkontigent für die Oper „Admeto“ doch nicht ausreicht, sind in diesem Jahr Vorkehrungen getroffen, die Enttäuschung zu mindern. Denn zusätzlich zu den sechs Vorstellungen im Deutschen Theater ist am Donnerstag, 28. Mai, um 19 Uhr eine Open-Air-Übertragung der Aufzeichnung der Premiere auf Großleinwand am Göttinger Kiessee vorgesehen, ein „public viewing“, wie dies auf Neudeutsch heißt. Der Eintritt für diese „Oper für alle“ ist frei, ein kostenloser Buspendeldienst zwischen Stadthalle und Kiessee steht zwischen 18 und 24 Uhr zur Verfügung. Im Anschluss an die Übertragung ist ein großes japanisches Feuerwerk vorgesehen (Beginn: 22.30 Uhr). Moderiert wird der Abend von Philipp Schmid, NDR Kultur. Ausweichstätte bei schlechtem Wetter ist das Jahnstadion dicht am Kiessee.

„Faszination & Inspiration“

Wer Genaueres über das – in diesem Jahr etwas vage gehaltene – Motto „Faszination & Inspiration“ erfahren möchte, sollte am Eröffnungstag (Freitag, 22. Mai) die Festspieleinführung besuchen. Nicholas McGegan und Benedikt Poensgen werden etwa 45 Minuten lang die Grundzüge dieses Festivals erläutern. Beginn ist um 17 Uhr in der Aula der Universität. Wiederholt wird die Einführung am Sonntag, 31. Mai, um 12 Uhr ebenfalls in der Universitätsaula.

Am Rand der Festspiele – auch dies eine Novität im Programm – gibt es eine Reihe von Vorträgen. Die Kunsthistorikerin Prof. Ulrike Krenzlin aus Halle spricht am Sonnabend, 23. Mai, zum Thema „Wie die Hl. Cäcilie Musik in die Welt trug. Zur Musik in der bildenden Kunst“. Beginn ist um 11 Uhr im Roten Saal der Sternwarte Göttingen, Geismarlandstraße 11. Um „Musik der Himmelssphären – Verbindungen zwischen Musik und Astronomie“ geht es am selben Ort einen Tag später im Vortrag des Göttinger Astronomen Frederic V. Hessmann (Sonntag, 24. Mai, 11 Uhr). Im Literarischen Zentrum stellt Corinna Hesse unter dem Titel „Händels Werk & Wirken“ das von ihr gestaltete Händel-Hörbuch vor (Sonnabend, 30. Mai, um 17 Uhr, Düstere Straße 20). Zu diesen Vorträgen ist eine telefonisch Anmeldung unter 0551/3848130 erforderlich.

Zum Thema Barock und Astronomie haben Schüler des Göttinger Max-Planck-Gymnasiums einen besonderen Beitrag vorbereitet. Sie präsentieren in Barockkostümen Modelle des von Galilei entwickelten Teleskops und des Keplerschen Fernrohrs, die beide aus dem frühen 17. Jahrhundert stammen. Premiere der Aktion ist am Sonnabend, 23. Mai, um 18.15 Uhr an der Göttinger Stadthalle, eine der sechs weiteren Vorführungen (bis 3. Juni) am Dienstag, 26. Mai, um 17 Uhr im Deutschen Theater. Michael Schäfer

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