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GSO-Chefdirigent Mueller verlässt Göttingen 2018

Keine Vertragsverlängerung GSO-Chefdirigent Mueller verlässt Göttingen 2018

Die Überraschung erwähnte er eher beiläufig: Christoph-Mathias Mueller, Chefdirigent des Göttinger Symphonie-Orchesters seit 2005, wird seinen bis 2018 geltenden Vertrag auf eigenen Wunsch“ nicht verlängern. Dies gab er am Montag bei der Vorstellung des Programms für die kommende Saison bekannt.

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Schwingt den Taktstock nur noch bis 2018 in Göttingen: Christoph-Mathias Mueller.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Mueller: „Ich habe mich entschlossen, meinen jetzigen bis August 2018 laufenden Vertrag als Chefdirigent des Göttinger Symphonie Orchesters nicht mehr zu verlängern. Ich werde dann 13 Jahre beim Orchester gewirkt haben.“ Welche Gründe ihn zu diesem Schritt bewogen haben, sagte er nicht.

Er bilanzierte: „Wir haben gemeinsam bereits viel erreicht. Die Zusammenarbeit mit den OrchestermusikerInnen und dem Büroteam ist erfolgreich, weil sie von gegenseitigem Respekt und Herzlichkeit geprägt ist, und ich bin dankbar, auch immer wieder die Unterstützung des interessierten und offenen Publikums erleben zu dürfen. Nun freue ich mich auf die verbleibenden zwei Spielzeiten als Chefdirigent, in denen wir auch weiterhin spannende Projekte realisieren und auf dem so erfolgreichen Weg weitergehen wollen.“

Das Konzertprogramm der Saison 2016/17 hat Mueller unter das Motto „Sehnsucht und Verklärung“ gestellt. Dazu gehört die Orpheus-Sage, die in Musikstücken von Gluck, Vincent d’Indy, Liszt und Fomin präsentiert wird.

Kommentar

Die Latte liegt hoch

Ein Wechsel in der Leitung eines Orchesters ist etwas ganz Normales. Doch dass ein Wechsel mitten in einer Phase des Göttinger Symphonie-Orchesters angekündigt wird, die sicherlich als eine der erfolgreichsten seiner 150-jährigen Geschichte gewertet werden muss, verwundert ein wenig.

Gewiss ist es immer reizvoll für einen Dirigenten, sich neuen Aufgaben zu stellen. Aber ob es tatsächlich Muellers offiziell propagierter eigener Wunsch war, nach Ablauf des Vertrages Göttingen 2018 zu verlassen, mag man doch ein wenig bezweifeln.

In seiner Presseverlautbarung hebt der Dirigent hervor: „Die Zusammenarbeit mit den OrchestermusikerInnen und dem Büroteam ist erfolgreich, weil sie von gegenseitigem Respekt und Herzlichkeit geprägt ist.“ Dass in diesem Satz die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat der Orchester-GmbH nicht erwähnt ist, gibt zu denken. Hat es da vielleicht an Respekt und Herzlichkeit gefehlt? Möglicherweise liegt darin der Schlüssel zu den üblicherweise nicht öffentlich genannten Motiven.

Auf jeden Fall kann sich das Publikum wenigstens noch auf zwei weitere spannende GSO-Spielzeiten unter Mueller freuen, sicherlich auch auf eine spannende Kandidaten-Kür für die Nachfolge 2018. Wer immer es werden will, muss sich verdammt anstrengen. Denn Mueller hat die Latte sehr hoch gelegt.

Von Michael Schäfer

Ein herausragendes Projekt ist die Gesamtaufführung von Haydns Oper „Orfeo“, die in Zusammenarbeit mit den Göttinger Händel-Festspielen Ende Mai 2017 in der Lokhalle präsentiert wird. Zum Solistenensemble gehört die Sopranistin Simone Kermes.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Symphonien Schuberts, von denen die dritte, vierte, fünfte und die achte (die „Große“ in C-Dur) auf dem Programm stehen. Als besondere Herausforderung sieht Mueller die dritte Symphonie von Mahler und die Faust-Symphonie von Liszt. Die Chorpartien singen Stadt- und Jacobikantorei gemeinsam: ein Frauenchor im Mahler, ein Männerchor im Liszt.

Weiter wird es wieder einen Zyklus „Wiener Klassik“ in der Universitätsaula geben, Familienkonzerte und Promenadenkonzerte, dazu den Zyklus „Kulturelle Begegnung“ mit Musik aus den USA, Großbritannien und Zentralasien im Deutschen Theater (DT). In diesem Zusammenhang ist das neue Abo „Musikstadt Göttingen“ im DT aufgelegt worden. Es umfasst drei GSO-Konzerte, zwei DT-Musikproduktionen und eine Opernaufführung der Händel-Festspiele.

Das Schaffen Muellers

Göttingen. Christoph-Mathias Mueller, Chefdirigent des Göttinger Symphonie-Orchesters seit 2005, hat das Konzertprogramm der Saison 2016/17 unter das Motto „Sehnsucht und Verklärung“ gestellt. Dazu gehört die Orpheus-Sage, die in Musikstücken von Gluck, Vincent d’Indy, Liszt und Fomin präsentiert wird.

Ein herausragendes Projekt ist die Gesamtaufführung von Haydns Oper „Orfeo“, die in Zusammenarbeit mit den Göttinger Händel-Festspielen Ende Mai 2017 in der Lokhalle präsentiert wird. Zum Solistenensemble gehört die Sopranistin Simone Kermes.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Symphonien Schuberts, von denen die dritte, vierte, fünfte und die achte (die „Große“ in C-Dur) auf dem Programm stehen. Als besondere Herausforderung sieht Mueller die dritte Symphonie von Mahler und die Faust-Symphonie von Liszt. Die Chorpartien singen Stadt- und Jacobikantorei gemeinsam: ein Frauenchor im Mahler, ein Männerchor im Liszt.

Weiter wird es wieder einen Zyklus „Wiener Klassik“ in der Universitätsaula geben, Familienkonzerte und Promenadenkonzerte, dazu den Zyklus „Kulturelle Begegnung“ mit Musik aus den USA, Großbritannien und Zentralasien im Deutschen Theater (DT). In diesem Zusammenhang ist das neue Abo „Musikstadt Göttingen“ im DT aufgelegt worden. Es umfasst drei GSO-Konzerte, zwei DT-Musikproduktionen und eine Opernaufführung der Händel-Festspiele.

Einen Schwerpunkt der musikalischen Arbeit bildet auch künftig die Musikvermittlung an Kinder und Jugendliche. Kinder sind im Club „Pizzi&Cato“ willkommen, der bereits mehr als 400 Mitglieder zählt. Seine musikalische Arbeit präsentiert das GSO live in Schulen.

Ende 2016 wird das GSO eine zweite China-Reise mit vier Konzerten in Foshan unternehmen. In die Vorfreude mische sich ein „Wermutstropfen“, so Mueller: Wegen der Reisetermine muss das Silvesterkonzert diesmal entfallen. el

Einen Schwerpunkt der musikalischen Arbeit bildet auch künftig die Musikvermittlung an Kinder und Jugendliche. Kinder sind im Club „Pizzi&Cato“ willkommen, der bereits mehr als 400 Mitglieder zählt. Seine musikalische Arbeit präsentiert das GSO live in Schulen.

Ende 2016 wird das GSO eine zweite China-Reise mit vier Konzerten in Foshan unternehmen. In die Vorfreude mische sich ein „Wermutstropfen“, so Mueller: Wegen der Reisetermine muss das Silvesterkonzert diesmal entfallen.

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