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„Auf Flügeln der Musik“

GSO-Galakonzert mit Alexander Krichel „Auf Flügeln der Musik“

Ein exklusives Konzert mit dem Pianisten Alexander Krichel hat das Göttinger Symphonie-Orchester (GSO) für Freunde und Förderer gegeben. Mit der Charity-Veranstaltung warb das Orchester in der Aula der Universität für seine Konzertprogramme für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

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Überzeugend: Pianist Alexander Krichel erhält begeisterten Beifall für seine Spielweise eines Rachmaninow-Konzerts.

Quelle: Kimmel

Göttingen. Mit Musik gelingt es Menschen, deren Gedächtnis schwindet, sich leichter zu erinnern. Das in Norddeutschland einmalige Angebot des GSO für Menschen mit Demenz ist nach Ansicht von Jens Wiltfang dabei sehr hilfreich. „Musik belebt Erinnerungen“, erklärte der Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) den etwa 80 Gästen des Galakonzerts zur Soiree. Musikalische Darbietungen involvierten das Publikum. Und gehe bei Demenzerkrankungen auch zunehmend das kognitive Ich verloren, so blieben doch Emotion und Erinnerung lange erhalten und sind, so Wiltfang, „eng mit Musik verbunden“. Das GSO und die UMG-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie erarbeiten einen Leitfaden für Orchester, die ebenfalls solche Konzertprogramme anbieten wollen. Das GSO hat 2015 das Projekt „Auf Flügeln der Musik“ nach dem Vorbild einer Initiative in Nordrhein-Westfalen begonnen. Niedersachsens Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljaji? (Grüne) ist Schirmherrin. Mit seinem Auftritt im Galakonzert unterstützte Alexander Krichel das Projekt des Orchesters. Der erfolgreiche Pianist und mehrfache Echo-Klassik-Preisträger begeisterte mit seiner machtvollen Spielweise. Die liedhaft-melodiösen Themen des bekannten zweiten Klavierkonzerts spielte Krichel mit Leichtigkeit aus und beeindruckte mit seinen kraftvollen Attitüden. Das Orchester unterstützte ihn teils wie selbstverständlich und wirkte manches Mal aber auch, als müsse es den Widerpart mit zarten Tönen bestehen. Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller hatte zuvor einen Ausblick auf die nächste Saison, mit Orpheus und Eurydike-Themen im Mittelpunkt, mit Offenbachs Ouvertüre zur Operette „Orpheus in der Unterwelt“ im Angebot. Das Orchester lieferte den Cancan mit sehens- und hörenswerter Spielfreude ab und zeigte seine Stärken in den nicht als Gassenhauer bekannten Sätzen der Ouvertüre mit wunderbaren Soli von Natalie Kundirenko (Violine) und Christoph Weiß (Oboe). Zuvor hatten die Bläser Gelegenheit gehabt, den Festsaal des Aulagebäudes melodisch auszufüllen: In Haydns Ouvertüre zur Oper „L’Anima del Filosofo ossia Orfeo ed Euridice“. Dem Galakonzert in der Aula folgte in der Alten Mensa ein Fünf-Gänge-Menü. Der Erlös des Benefiz-Dinners, zubereitet und serviert vom Cateringhaus Göttingen, unterstützt die GSO-Konzertprogramme für Menschen mit Demenz.

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