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Gastspiel in Mailand: Jugendopernprojekt 2014 der Händel-Festspiele Göttingen

"Familienbande" auf der Weltausstellung Gastspiel in Mailand: Jugendopernprojekt 2014 der Händel-Festspiele Göttingen

Aus der Händel-Oper Faramondo wurde 2014 mit Rap und Hip-Hop das Crossoverprojekt "Familienbande". In neuer Fassung kommt es am 15. und 16. Mai im Deutschen Pavillon auf der Expo in Mailand erneut zur Aufführung. Donnerstag reisen die fünf jugendlichen Hauptdarsteller aus Göttingen zum Gastspiel in die norditalienische Stadt, wo Niedersachsen den Auftakt aller Bundesländer bei der Expo macht und mit mehr als 80 Akteurinnen das Bundesland kulturell vorstellt.

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Reisen nach Mailand: Janina Lieseberg, Eddy (Edmir) Saciri, Timo Hess, Jack Fakhran, Anabell Fiedler, Gabi Radinger, Sonja Elena Schroeder, Nadine Alke de Querey, Stefan Rieder (von links).

Quelle: EF

Göttingen. Im Januar kam die Nachricht, dass das Jugendopernprojekt Chancen auf die Teilnahme bei der Expo in Mailand hat.

"Da waren wir überrascht und haben uns gefreut", sagt Edmir Saciri, der Eddy genannt wird. Im Februar kam die Zusage. Seitdem wird geprobt und neu arrangiert. Mit Chor und Orchester waren 2014 fast 90 Jugendliche beteiligt. Nun sind Anabell Fiedler, Nadine Alke de Querey, Jack Fakhran, Timo Hess und Edmir Saciri allein die Darsteller.

Szenen von Chor und Orchester und Hauptdarstellern, die nicht mitreisen können, werden per Video eingespielt. Janina Lieseberg, Sonja Elena Schroeder und Stefan Rieder haben das arrangiert.

"Wir sind stolz auf die Einladung", sagt Lieseberg, die seit Jahren in verschiedenen Projekten an Schulen und in der Musa Rap-Gruppen leitet. Anabell Fiedler ist seit der fünften Klasse in solchen Projekten. Die 17-Jährige spielt die Thea. Im vergangenen Jahr war die Händel-HipHOpera "schon eine tolle Sache, dass jetzt Mailand dazukommt ist einfach klasse."

Und Jake (15) freut sich über weitere Bühnenerfahrung vor internationalem Publikum in Mailand. Dass er zu Beginn der Proben mit klassischer Musik nichts anfangen konnte und der Komponist Georg Friedrich Händel ihm nicht viel sagte, hat sich seitdem geändert. Denn in erster Linie sind sie Rapper. Eddy und Janina sind als Gruppe "Crue Love" unterwegs in der Region.

Aus der Händel-Oper Faramondo wurde 2014 mit Rap und Hip-Hop das Crossoverprojekt "Familienbande". © Brünjes

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Nun kommt der Auftritt in Mailand. "Das wird aufregend", sagt Eddy, der aber nicht zu sehr mit Lampenfieber zu tun hat. Nur die ersten Momente auf der Bühne machen ihm zu schaffen, dann ist er die Ruhe selbst, erzählt er. Bei den Proben bringt den 19-Jährigen nichts aus der Ruhe.

Am Sonnabend und Sonntag haben sie den 40-minütigen Durchgang für die Expo in den Kostümen vom Vorjahr geprobt. Regisseurin Schröder war zufrieden mit dem Ergebnis: "Das ist gut und kann jetzt nur noch besser werden."

Die Proben sind aiuch nicht so schwierig, meint Nadine Alke de Querey: "Die Texte sind noch im Kopf", erzählt die 18-Jährige. Auch sie ist schon seit fünf Jahren an verschiedenen Musikprojekten der Musa beteiligt. Ihr neuer Song heißt "Ich lass dich gehen". Den hat Nadine mit Timo Hess aufgenommen.

Der 22-jährige Rapper freut sich auf die Tour nach Mailand. Die Produktion jetzt ist eine Kurzfassung. Für ihn kein Vergleich zu den Aufführungen, die 2014 im Jungen Theater zu sehen waren. Aber beide Versionen zeigen, wie die Musik Händels rockig interpretiert werden kann.

Die Musiker Bernd Ruf, Wolfgang Adenberg und Benjamin Köthe haben das in Kooperation mit der Popakademie Baden-Württenberg, der LAG Rock Niedersachsen, dem Verein Musa und den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen erarbeitet.

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