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Genuss der Leichtigkeit

Junges Theater: Drei Premieren im September Genuss der Leichtigkeit

Seit zehn Tagen ist wieder Leben ins Junge Theater (JT) an der Hospitalstraße eingekehrt. Intendant Andreas Döring probt mit seinem Ensemble William Shakespeares Komödie „Wie es euch gefällt“.Die Premiere am Donnerstag, 13. September, ist zugleich Spielzeitstart.

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Bereit für die Spielzeiteröffnung mit Shakespeares „Wie es euch gefällt“: Tiana Kruškic, Nermin ­Aljisani, Dirk Böther, Andreas Döring und Philip Leenders auf der JT-Bühne.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Zwei weitere Premieren schließen sich wenig später an, Alan Ayckbourns Zukunftssatire „Ab jetzt“ und „Wut“ von Max Eipp, ein Stück, das auf einem mehrfach ausgezeichneten Fernsehfilm von 2006 beruht.

Das Motto der JT-Spielzeit 2012/13 lautet „Zusammen“. „Wie es euch gefällt“ sei dafür ein „programmatisch-lustvoller Anfang“, hebt Döring bei der Vorstellung der Premieren hervor. In Shakespeares Komödie steht das gesamte JT-Ensemble auf der Bühne, auch die vier Neuen: Philip Leenders und Constanze Passin, die beide aus Salzburg kommen, sowie Elisabeth-Marie Leistikow, Absolventin der Berliner Universität der Künste, und Sascha Werginz, der am JT sein erstes Engagement nach dem Studium an der Stuttgarter Hochschule antritt.

Eigentlich bestehe Shakespeares Komödie aus zwei Stücken, meint Döring. „Die erste Hälfte ist ein Bürgerkrieg, in der zwei Hälfte fliehen daraus junge Leute an einen Ort der kreativen Fantasie.“ Shakespeare habe diesen Fantasieort als Ardennerwald bezeichnet. In seiner Inszenierung werde daraus kein Naturraum sondern „ein Ort, der von Menschen gestaltet ist“. Dazu komme viel Musik, die Nermin Aljisani – der in der vergangenen Spielzeit die Musik für „Gegen die Wand“ lieferte – live beisteuert.

Die erste Hälfte ist komplett angelehnt an den Stil von Tom Waits, die zweite Hälfte ist mit Standards aus der Popmusik bestückt, mit Blues und Jazz. Die Arbeit an der Komödie sei für die Schauspieler anstrengend wie Zirkusarbeit – damit anschließend die Zuschauer „in den Genuss der Leichtigkeit“ kämen, so hofft Döring.

„Ab jetzt“ heißt das Stück von Alan Ayckbourn, das am Donnerstag, 20. September Premiere hat. Darin geht es unter anderem um einen weiblichen Roboter, der sich für ein Kindermädchen hält: ein Stück, das in einer Zukunft spielt, die längst begonnen hat. Regie führt Tim Egloff, es spielen Elisabeth-Marie Leistikow, Henrike Richters, Dirk Böther, Udo Eidinger und Axel Theune.

Zur JT-Premiere der Theaterfassung seines TV-Films „Wut“ am Freitag, 21. September, wird Autor Max Eipp persönlich kommen. Er befragt darin Werte unserer Zivilgesellschaft anhand ihrer Grenzüberschreitung: Eine scheinbar unaufhaltsame Spirale von Gewalt- und Racheaktionen in Familie und Schule mündet in eine Katastrophe. Hier spielen unter der Regie von Andreas Döring Agnes Giese, Constanze Passin, Gintas Jocius, Philip Leenders, Jan Reinartz und Sascha Werginz.

Karten können ab sofort auch im Internet bestellt werden, neu ist die Möglichkeit der Sitzplatzreservierung. Zur ersten Premiere wird das JT-Gasthaus wieder geöffnet sein, das nun von einem Hamburger Pächter betrieben wird.

junges-theater.de

Michael Schäfer

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