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Ein Elch „aus der Nachbarschaft“

Göttinger Satirepreis Ein Elch „aus der Nachbarschaft“

Der 20. Göttinger Elch wird aus Kassel kommen: Die Jury des Satirepreises hat Gerhard Glück den Preis für sein satirisches Lebenswerk zugesprochen. Am 15. Januar 2017 soll Glück mit silberner Elchbrosche und dem Preisgeld in Höhe von 3333 Euro in Göttingen ausgezeichnet werden.

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Ein echter Glück: Eine der Karikaturen von Gerhard Glück, der im Januar 2017 den Satirepreis Göttinger Elch erhält.

Göttingen. Mit der Verleihung des Elch-Preises kennt Gerhard Glück sich aus. „Ich gehe ja öfter hin, um den Kollegen in schweren Stunden beizustehen“, sagte er am Mittwoch gegenüber dem Tageblatt. Und so wird Glück im Januar 2017 viele Kollegen treffen, deren Göttinger Elchwerdung er miterlebte. Glück, seit vielen Jahren in Kassel wohnhaft, ist nun selbst an der Reihe: „Ich freue mich sehr. Es ist eine große Auszeichnung. Ich hoffe, ihr gerecht zu werden.“ Der Weg zur Preisverleihung sei weder weit noch teuer, weil Kassel ja in der Nachbarschaft zu Göttingen liege.

„Glück“, so die Jury in ihrer Begründung, „ist einer der ganz Großen der Komischen Kunst - ein Spiegelmacher höchst eigenwilligen und einzigartigen Zuschnitts, ein bildnerischer Verführer sondergleichen, ein heimlicher Lehrmeister und ein großartiger Schalk - der langen Reihe der Vor-Preisträger überaus angemessen und ebenbürtig... Ridentem dicere verum! Ein „Elch“ für den Glück, ein Glück für den Elch!“

Der Preisträger wurde 1944 in Bad Vilbel geboren und wuchs in Frankfurt a.M. auf; er studierte in Kassel Grafik-Design und Kunsterziehung, teilte die Stadt Göttingen mit. Ab 1972 veröffentlichte er Cartoons in der Hessischen Allgemeinen, schuf Titelbilder und Illustrationen für das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Seit 1991 erschienen seine Bilder monatlich in der Zeitschrift der Neuen Zürcher Zeitung, und seit 1994 im Satiremagazin Eulenspiegel. Glücks Bücher, Bilderbücher und illustrierte Ausgaben der Gedichte von zum Beispiel Heinz Erhardt, Joachim Ringelnatz und Christian Morgenstern verlegt der Lappan Verlag in Oldenburg. Der Künstler erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Goldmedaille des Art Directors Club Deutschland und mehrfach den „Deutschen Karikaturenpreis“.

Im Januar werde Ernst Kahl, seit 2007 Göttinger Elch, den er schon lange kenne, bei der Preisverleihung das Grußwort der Elche sprechen, berichtete Glück. Sein ehemaliger Verleger Peter Baumann habe schon rote Ohren, weil er sich auf die Laudatio vorbereite. Und „Frankfurter Gebabbel“ werde von dem Frankfurter Satiriker, Autor und Mitbegründer des Titanic-Magazins Pit Knorr in einer „Hessischen Lesung“ zu hören sein. Wenn das in Göttingen nicht verstanden werde, so Glück, „dann kann ich übersetzen“.

Kartenvorverkauf und Ausstellung

Ab dem 14. Januar 2017 wird die Ausstellung „Gerhard Glücks heile Welt!“ im Alten Rathaus, Markt 9, der Stadt Göttingen zahlreiche Werke von Gerhard Glück gezeigt. Sie ist bis zum 26. März von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen. Die Stadt Göttingen teilt mit, dass Karten für die Verleihung des „Elch 2017“ in diesem Jahr nicht verlost werden. Sie sind zum Preis von 11, 14, 17, 20 Euro (ggf. mit nachzuweisender Sozialermäßigung von 3 Euro) im Deutschen Theater erhältlich. Eine telefonische Kartenreservierung bei baldiger Abholung ist möglich. Pro Person werden maximal zwei Karten vergeben. Der Vorverkauf beginnt am 5. Dezember ausschließlich an der Kasse des Deutschen Theaters, Telefon 0551 / 49 69 11. Informationen unter: www.goettinger-elch.de

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Göttinger Auszeichnung

Der Satirepreis "Göttinger Elch" geht 2017 an den Zeichner, Maler, Fotografen und Objektemacher Gerhard Glück aus Kassel. Die Auszeichnung wird jährlich für ein satirisches Lebenswerk vergeben und ist mit 3.333 Euro und einer silbernen Elchbrosche dotiert.

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Von Redakteur Angela Brünjes

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