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Anekdoten und wenig bekannte Werke

Ratko Delorko spielt George Gershwin Anekdoten und wenig bekannte Werke

Das Erbe von George Gershwin ist groß: Die Jazz-Symphonie "Rhapsody in Blue" und seine Oper "Porgy and Bess" sind seine bekanntesten Werke. Der Pianist Ratko Delorko präsentierte das Œuvre des Crossover-Genies im Clavier-Salon auf einem Flügel aus dem Jahr 1898 - Gershwins Geburtsjahr.

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George Gershwin: Die Jazz-Symphonie "Rhapsody in Blue" und seine Oper "Porgy and Bess" sind seine bekanntesten Werke.

Göttingen. Ratko Delorko moderiert voller Anekdoten aus dem Leben von Gershwin: vom Jugendlichen in New York, der mal Ladendiebstähle begeht, von Hits und Flops und wie er überredet wurde, ein symphonisches Werk zu schreiben. Dem Pianisten Gershwin (1898-1937) kommt Delorko gleich am Anfang mit den für Piano komponierten "Three Preludes" nahe. Dabei zeigt sich, wie sehr der Komponist starke Melodien mochte und innovativ Klassik mit Blues und Folk vereinte.

Interpretation des "Complete Songbook"

Anschließend interpretiert der Pianist das "Complete Songbook": 18 von Gershwin für Piano bearbeitete Songs - vom balladesken "The Man I Love" bis zum aufschäumenden "I Got Rhythm". Der Pianist geht die Werke mit kräftigem Anschlag an, spielt präzise, improvisiert dezent und verzichtet größtenteils auf eine emotionale Dynamik zwischen zwischen leisen und lauteren Passagen. Auch wenn viele dieser markanten Melodien Jazz-Geschichte schrieben, bleibt sein Spiel weitgehend Swing-frei.

Die zweite Konzerthälfte widmet Delorko Gershwins Werken im Großformat: Aus der Oper "Porgy And Bess" spielt er feinsinnig und nun auch swingend den Ohrwurm "Summertime" sowie ein wuchtiges "It Ain't Necessarily So". Zum größten Moment des Abends wird die Interpretation der "Rhapsody in Blue". Als Solopianist meistert Delorko ein komplexes Arrangement für zwei Pianos. Das Werk fasziniert mit seinen vielen unkonventionellen kompositorischen Ideen, virtuosen Fingersätzen, rasanten Läufen schweren Akkorden, aufregenden Harmonien und eingestreuten Blue Notes.

Zugaben von Corea und Mozart

Für den Applaus des Publikums bedankt sich Ratko Delorko mit Zugaben von Chick Corea und Wolfgang Amadeus Mozart. Was im Gedächtnis bleibt: Ein Solo-Piano-Programm mit Werken von George Gershwin lohnt sich und zeigt eine andere Seite dieses gefeierten Komponisten und Grenzgängers.

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