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Geschichten von Schenk und Ungeheuer

Lesung im Alten Rathaus Geschichten von Schenk und Ungeheuer

Sie waren „Liebesleute“: Natascha Ungeheuer und Johannes Schenk. Inmitten der großformatigen Ölbilder der Künstlerin waren am Mittwoch im Alten Rathaus in Göttingen Gedichte und Erzählungen von Johannes Schenk zu hören, die der Bremer Autor und Vorleser Jürgen Dierking vortrug.

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Vorleser aus den Schenk-Werken: Jürgen Dierking.

Quelle: CH

Göttingen. Seit 1964 waren Natascha Ungeheuer und Johannes Schenk (1941-2006) ein Paar. Sie malte, er schrieb. Dass er mehr ein Lyriker war, zeigten seine Gedichte und auch die Formulierungen in seinen Romanen wie „Jo Schattig“ oder „Aventura“, erzählte Dierking, der mit norddeutschem Sprachklang daraus vorlas.

Schenk, in Berlin geboren und in Worpswede aufgewachsen, machte sich als 14-Jähriger als Seemann auf, die Weltmeere zu erkunden. Davon erzählte er ausschmückend und immer wieder von Wasserfinger und Wogensalz, aber auch von Wüstenrosen und Whisky.

Die Ausstellung:

Ausstellung „Ölbilder 1964 – 2015“ von Natascha Ungeheuer im Alten Rathaus, Markt 9, ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet (bis 6. März).

In „Jo Schattig“ bringt er die Naturgewalten eines Hurrikans sprachlich ausufernd auf den Punkt. Er war ein Geschichtenerzähler. Und Natascha Ungeheuer ist eine Geschichtenerzählerin. Ihre Bilder sind ebenfalls mit vielen Details ausgeschmückte Werke. Und viele von ihnen sind meerblau, haben maritime Themen. Die passten am Mittwoch zu Dierkings Auswahl der Schenk-Texte. Und der Vortragende machte vor den 30 Gästen der Lesung zum Abschluss noch ein Kompliment: „Bemerkenswert, dass hier beide Liebesleute einen gemeinsamen Verlag gefunden haben. Das freut mich sehr“, sagte Dierking.

Im Göttinger Wallstein-Verlag sind die Gedichte, Romane, Erzählungen, Briefe und Hörspiele von Johannes Schenk in mehreren Bänden neu erschienen ebenso wie ein Katalog, der 148 Ölbilder von Natascha Ungeheuer zeigt.

Deren Bilder in einer so umfassenden Ausstellung mit 42 Exponaten wie in Göttingen zu sehen, ist etwas Besonderes: Die Berliner Künstlerin verkauft die meisten ihrer Bilder nicht und stellt sie selten für Ausstellungen zur Verfügung. Ihre Zusammenarbeit mit dem Verlag und dessen Kontakte zur Stadt Göttingen machten die Ausstellung möglich, erklärte Torsten Arend vom Wallstein-Verlag.

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