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Gisela Hyllus – eine Werkschau in der Alten Feuerwache

Mehr Meeransichten Gisela Hyllus – eine Werkschau in der Alten Feuerwache

Die Galeristin ist auch Malerin: Zum 15-jährigen Bestehen der Galerie Alte Feuerwache zeigt Gisela Hyllus ihre eigenen Werke in der Ausstellung "Gisela Hyllus: Meer und Mehr".

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Gisela Hyllus.

Quelle: Heller

Göttingen. In einem einleitend von Jörg Dreykluft vorgetragenen Gedicht der Künstlerin und Galeristin Gisela Hyllus heißt es, „manchmal möchte ich zwei sein.“ Das gelingt ihr spielend. Nicht nur, dass sie mit erheblichen eigenen Mitteln aus den tristen Garagen- und Hinterhofräumen die schönste Göttinger Galerie in der Alten Feuerwache aufgebaut hat. Ein großzügiges privates Mäzenatentum, das man sich an anderer Stelle in der Stadt wünschen würde. Vor 15 Jahren hat sie ihr Werk begonnen und ständig am Standort erweitert.

Da ist die eine Gisela Hyllus, die zweite ist eine leidenschaftliche Malerin, die aus ihrem Bestand 75 Acrylbilder ausgewählt hat und diese immer positiv gestimmten Bilder in ihrer Galerie präsentiert. Zentrales Thema sind Hafenorte am Mittelmeer, Strand, Schiffe, Wasser, seltener auch Tiere und Pflanzen. Vielleicht auch Anklänge an ihre ostpreußische Heimat, wenn die Strandprospekte etwas dunkler in blau bis schwarz erscheinen. Einige Bilder wirken gekonnt „möbliert“ mit immer neuen Themen und Details und hinterlassen den Eindruck von „Puppenstuben“, die sie ausmalt, um Erinnerungen hervorzuholen oder nachzuholen. Nichts ist überladen, immer findet sich das Auge des Betrachters zurecht.

Hyllus ist eine Meisterin der Farben, die sie scheinbar grob und mit breiten Pinsel Finger oder Spachtel aufträgt, aber alles wirkt zerbrechlich, fast zart und im Übergang begriffen: wohin? In der Einleitung spricht Dreykluft von einer Malerei „im Verborgenen“, Mystisches lässt die Malerin nicht zu, so einfach biedert sie sich nicht an.

Die Ausstellung „Gisela Hyllus: Meer und Mehr. Malerei in Acryl- und Mischtechnik“ in der Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, ist montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr, sonntags von 11 bis 13 Uhr zu sehen (bis Sonntag, 11. Oktober).

Von Günter Blümel

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