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Gitarrist Markus Deml mit Errorhead im Göttinger Nörgelbuff

Ausverkauft Gitarrist Markus Deml mit Errorhead im Göttinger Nörgelbuff

Gitarristen meinen, dass er einer der Besten ihrer Zunft sei. Steve Lukather und Joe Satriani zogen bereits den Hut vor Markus Deml, den sie 2005 in den USA mit dem „Guitar Hero“ – dem Oscar für Gitarristen – ehrten. Jene Musiker, die mit Bands wie Toto oder sogenannten Super-Groups bereits Stadien gefüllt haben.

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Mit viel Energie und toller Musik: Errorhead bei einem Auftritt in Hamburg.

Quelle: Doepelheuer

Göttingen. Nun hat Demls Tournee ihn mit seiner Gruppe Errorhead inklusive neuem Album „Evolution“ in den Nörgelbuff geführt.

Super-Groups bestehen aus Musikern, die schon in anderen Formationen erfolgreich waren. Beispiele dafür sind „Them Crooked Vultures“ – mit John Paul Jones, Dave Grohl und Josh Homme.

Unter anderem gehören Led Zeppelin, Foo Fighters und Queens of the Stone Age zu ihren Referenzen. Oder Chickenfoot – bestehend aus Michael Anthony und Sammy Hagar – van Halen – Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers sowie Joe Satriani. Eben der weltbekannte Gitarrist, der Deml ehrte.

Mischung aus Rock, Blues und Funk

Und wenn Errorhead loslegt, stellt sich die Frage, ob solche Super-Groups überhaupt notwendig oder eben bloße Vermarktungsstrategien sind. Natürlich überzeugen sie mit ihren musikalischen Fähigkeiten und Shows meist ausnahmslos. Doch was Errorhead mit ihrer Mischung aus Rock, Blues und Funk im ausverkauften Nörgelbuff auf die Bühne zaubert, ist ebenfalls fantastisch.

Mehr als ein Grundgerüst stellen Schlagzeuger Athanasios „Zacky“ Tsoukas und Bassist Frank Itt im Liveclub auf. Nicht nur Tsoukas Solo, mit schnellem Fußspiel und Showelementen, sondern auch seine übrige Performance überzeugen. Der fünfsaitige Bass, scheint an manchen Stellen für Itt nicht auszureichen.

Wenn er wollte, könnte er seine Läufe noch weiter ausbauen. Bei ruhigeren Stücken setzt Itt den Sound seines Basses gekonnt ein, indem er auch mit dem Lautstärke-Regler spielt.

Deml und Itt kennen sich schon lange. So habe der Gitarrist vor vielen Jahren ein Konzert im ehemaligen Frankfurter Singkasten besucht, bei dem Itt aufgetreten ist. „Eigentlich hätte ich um 23.30 Uhr zuhause sein müssen. Der Haken an der Geschichte: „Mein Vater war streng und kein Fan meiner Musik“, sagt Deml.

Viele verspielte Gitarrensoli

Itts Basssolo „ging leider bis 23.38 Uhr“. So stand Deml zuhause vor verschlossener Tür, war aber dennoch glücklich das Konzert gesehen und „den besten Bassisten der Welt“ kennengelernt zu haben.

Froh kann er auch über Sänger Karsten Stiers, den Neuzugang der Band, sein. Der erscheint nämlich gar nicht so neu. Passt er doch perfekt in die Gruppe.

Es macht sich schon bemerkbar, dass Deml der Bandleader von Errorhead ist. So kommen doch viele verspielte Gitarrensoli in den Arrangements zum Tragen. Doch diverse Sounds, präzises Spiel, Variantenreichtum und letztendlich die Präsenz von Deml lassen diese nicht langweilig werden.

Unheimlich stark sind vor allem Stücke wie One good Reason, in denen die Band Rhythmik mit freieren Zwischenspielen kombiniert. Errorhead ist eben eine super Gruppe, die es sich zu hören lohnt.

Von Friedrich Schmidt

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