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„Glas der Vernunft“ für Ai Weiwei

Ein Chinesischer Künstler und seine wechselvolle Beziehung zu Kassel „Glas der Vernunft“ für Ai Weiwei

Glück und Pech liegen bei dem chinesischen Künstler Ai Weiwei eng beieinander, wenn er Kontakt mit Kassel hat. Im Jahr 2007 war er Teilnehmer der Weltkunstausstellung und hatte dort sein Werk „Template“ aus historischen Fenstern und Türen aus China in der Karlsaue errichtet.

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Vom Sturm gestaltet: Das Weiwei-Werk „Template“ bei der Documenta 12.

Quelle: Pförtner

Ein Sturm zerstörte es – oder auch nicht. Denn Weiwei erklärte anschließend: „Das ist besser als vorher. Jetzt wird die Kraft der Natur sichtbar. Und Kunst wird durch solche Emotionen erst schön.“ Er sagte auch: „Jetzt ist das Werk mehr wert als vorher.“

Jetzt verleiht ihm die Stadt den Bürgerpreis „Das Glas der Vernunft“. „Mit den Mitteln der Kunst und einem unverstellten Blick für Menschlichkeit und Aufklärung hat Ai Weiwei mit seinen sozialen Skulpturen und wagemutigen Aktionen Kritik bewirkt und Widersprüche aufgezeigt“, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Mit der Auszeichnung werden seit 1991 Politiker, Wissenschaftler oder Künstler geehrt, die sich „in besonderer Weise um die Maxime der Aufklärung – Vernunft und Toleranz – verdient gemacht haben“. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Hans Dietrich Genscher (1991), Yehudi Menuhin (1993), Pavel Kohout (1997), Christo und Jean-Claude (2000), Harald Szeemann (2005) und im vergangenen Jahr Joachim Gauck. Weiwei wird am Sonntag, 26. September, um 11.30 Uhr im Opernhaus des Staatstheaters geehrt.

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