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Glühen, brennen, Chancen nutzen

Folk aus Schweden Glühen, brennen, Chancen nutzen

Lange blonde Haare, ein schwarzes mittelalterliches Kleid, Stiefel im Cowboystil – ein gewisser Zauber umgibt die schwedische Folksängerin Annika Fehling.

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Geprägt von der Magie Gotlands: die schwedische Folksängerin Annika Fehling.

Quelle: Pförtner

Ihre klare Stimme und die Klänge ihrer Akustikgitarre erhellen den Raum im Hometown Soul Café, in dem sie bereits zum Dritten Mal auftritt. Das zahlreich erschienene Publikum lauscht gebannt ihren Worten.

Ihr melodischer schwedischer Song „Jag är hemma här“ erzählt von der Insel Gotland, ihrer Wahlheimat. Vor dem rotgelben Wandgemälde einer mexikanischen Wüstenlandschaft singt sie von der düsteren Mystik Gotlands. Die Magie dieser Insel liegt auch in ihrer Musik, die zwischen den ruhigen und romantischen Stücken auch einige rockige Countrystücke beinhaltet. In einem ihrer Lieblingslieder, dem schwedischen Folksong „Kristallen den fina“ („Feiner Kristall“), liegt etwas Melancholisches. Zu der sanft gezupften Gitarre erklingt ihre hohe, klare Kopfstimme. Im Publikum herrscht absolute Stille.

Der Song „Stop“, zu dem es auch ein Musikvideo gibt, das teilweise im Wohnzimmer der Musikerin gedreht worden ist, ist dagegen etwas schneller und poppiger. Mit kräftigen Gitarrenakkorden und den Worten „Stop! – Take a moment to wonder“ fordert sie dazu auf, in der heutigen schnelllebigen Zeit, auch mal zur Ruhe zu kommen und den Augenblick zu genießen. Annika Fehling geht in ihrer Musik vollkommen auf, fühlt jedes Wort und jeden Ton und diese Leidenschaft überträgt sich auf die Zuhörer.

Die Sängerin vereint den teils mystischen schwedischen Folk und Americana, eine Musikrichtung, in der Folk, Country, Rhythm and Blues und Rock ’n’ Roll Einfluss finden. In ihren großteils englischen Songs geht es um Erkenntnisse aus dem alltäglichen Leben. „Meine Texte sind sehr persönlich“, erklärt sie. Aber gerade in dem Persönlichen liege immer etwas Allgemeines, in dem sich die Zuhörer wiederfinden. Mit neun Jahren schrieb sie bereits ihren erstes Lied. Heute veranstaltet sie jährlich ein Songwritertreffen auf Gotland, zum gemeinsamen Gedankenaustausch und Musizieren. Sie spielte bereits mit international bekannten Songwritern wie David Olney, Will Kimbrough, Tom Kimmel, Markus Rill oder Dana Cooper und erhielt verschiedene schwedische Musikpreise.

Als Zugabe gibt die Musikerin den rockigen Song „fireflies“ („Glühwürmchen“) zum Besten. In dem Titelsong ihres aktuellen neunten Albums fordert sie mit ihrer einnehmenden Stimme die Menschen auf, zu glühen, zu brennen und ihre Chancen zu nutzen. „Denn dieses Licht wird die Welt ein Stück weit erhellen“, singt sie.

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