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Doppeltes Debüt

Göttingen-Krimi von Dominik Kimyon Doppeltes Debüt

Die Augenbrauen von Dominik Kimyon tanzen. Früh schon hat er sich an den Lesetisch gesetzt. Er sei aufgeregt gewesen, wird er am Ende sagen. Bei Hugendubel hat der Pressereferent sein erstes Buch mit seiner ersten Lesung vorgestellt: den Göttingen-Krimi  „Stallgeruch“, der auch im Eichsfeld spielt.

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Dominik Kimyon

Quelle: pek

Göttingen. Kimyon ist 1976 in Duderstadt geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er Witzenhausen und zog zum Studium nach Göttingen. Kein Wunder also, dass er seinen Kriminalroman in der Gegend verortet, die ihm bekannt ist. Es geht um den Tod einer jungen Frau. Linda Becker war verlobt mit dem Sohn des Hofbesitzers in Wollershausen, der Alpakas züchtet. „Ein Mann wie ein Schrank“, beschreibt Kimyon den Landwirt mit dem ungewöhnlichen Interesse.

Becker wird erwürgt auf dem Hof gefunden. Christian Heldt, alleinerziehender Vater mit Hang zur Leibesfülle und verliebt in die Gerichtsmedizinerin, und Tomek Piotrowski vom Göttinger Polizeikommissariat sollen ermitteln. Deren Duderstädter Kollegen zeigen sich wenig kooperativ. Sie fürchten, dass ihre Duderstädter Dienststelle geschlossen werden soll.

Kimyon hat vor fast 20 Jahren als Weihnachtsaushilfe in der Buchhandlung gearbeitet hat, in der er jetzt liest. Damals hieß sie noch Deuerlich. Kollegen erinnern sich an ihn. Jetzt ist er wieder zurück, gut vorbereitet. Er liest einige Kapitel, fasst andere kurz zusammen. Eine Eindruck des Plots vermittelt sich so, allerdings bleiben einige Figuren unerklärt und Fäden unverknüpft. Manchmal erscheinen Details auch ein wenig altbacken, beispielsweise wenn er von einem Drohbrief schreibt, dessen Text aus ausgeschnittenen Buchstaben zusammengeklebt ist.

„Ich genieße mein Leben in vollen Zügen“, hatte der Autor zu Beginn gescherzt – er pendelt täglich zu seinem Arbeitsplatz nach Hannover. Dort ist auch das Buch entstanden, erzählt e im Anschluss an die Lesung. Er habe die Zeit im Zug produktiv nutzen wollen. Etwa zweieinhalb Jahre mit einer etwas halbjährigen Pause habe es bis zur Fertigstellung des Buches gedauert, berichtet Kimyon. Und woher habe er die Idee mit dem in Südniedersachsen eher exotischen Plan, Alpakas zu züchten – eines der Tiere schaut den Leser auf dem Cover an. Freunde von ihm hätten einige dieser Tiere im garten stehen, verrät Kimyon. Und außerdem sei doch gerade im Tageblatt zu lesen gewesen, dass Alpakas von der Weide gestohlen worden seien.

Dominik Kimyon: „Stallgeruch“, Gmeiner-Verlag, 380 Seiten, 12,99 Euro. Der Autor präsentiert das Buch am Freitag, 28. April, um 19 Uhr in der Buchhandlung Mecke, Jüdenstraße 25. Dort gibt es auch die Eintrittskarten.

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