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Göttinger Albani-Kantorei mit Himmelfahrts-Oratorium und Bach-Rarität

Himmelfahrt und Erdenschwere Göttinger Albani-Kantorei mit Himmelfahrts-Oratorium und Bach-Rarität

Festliche Jubelklänge haben in der Albani-Kirche von der Himmelfahrt Christi gekündet. Aufgeführt wurde die prachtvoll instrumentierte Kantate „Lobet Gott in seinen Reichen“ BWV 11 von Johann Sebastian Bach, die auch als „Himmelfahrtsoratorium“ bekannt ist.

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Überzeugen: Chor und Orchester.

Quelle: Heller

Göttingen. Selten zu hören ist dagegen das Oratorium „Die Auferweckung des Lazarus“ von Johann Christoph Friedrich Bach, das die Kantorei St. Albani und das Kammerorchester „Collegium coll’ arco“ unter Leitung von Arwed Henking in den Mittelpunkt ihres Konzerts stellten.

Mit Bedacht hatte Henking den Chorsatz „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ aus der Kantate BWV 12 von Johann Sebastian Bach samt der einleitenden Sinfonia als Auftakt gewählt. Denn ernste Töne schlugen auch die beiden Hauptwerke des Abends an. Und nur als Antwort auf die Trauer und Erdenschwere hienieden ist die Himmelfahrt Christi zu verstehen: Dies die Botschaft eines Konzerts, das auf ganzer Linie überzeugte und jederzeit getragen war von der Musikalität und Professionalität der Ausführenden.

So artikulierte der Chor textdeutlich und klangschön, spielte das Orchester frisch und elastisch auf. Zudem konnte Henking sich auf ein hervorragendes Solistenquartett stützen. Allerorts setzten Patricia Grasse (Sopran), Gritt Revermann (Alt), Sven Olav Gerdes (Tenor) und Jochen Faulhammer (Bass) vokale Glanzlichter. In dem Lazarus-Oratorium des Bach-Sohnes verkörperte Revermann die um ihren Bruder trauernde Maria: Mit ihrer vollen, warmen Altstimme legte sie viel Gefühl in ihre Partie – auch im Wechsel mit der rein und klar intonierenden Sopranistin als tröstende Martha.

Pauken und Trompeten begleiteten dann die Chorsätze des „Himmelfahrtsoratoriums“ vom Vater Bach: Ein überaus festlicher Ausklang mit den beiden Solistinnen in den zentralen Arien, mit Gerdes als schlank intonierendem Evangelisten und Faulhammer als charaktervoll-markigem Bass. Die Begeisterung nach dem Schlussakkord war groß in der nahezu voll besetzten Albanikirche,

Von Matthias Körber

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