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Göttinger Club-Betreiber ziehen Fazit

„Soundbase“ Göttinger Club-Betreiber ziehen Fazit

Neue Musik: Das ist das Motto des NDR-2-Soundcheck-Festivals. Die Bands, die dort auftreten, füllen locker große Hallen, sie laufen im Radio, haben das geschafft, wovon die Musiker, die beim Soundbase-Programm in den Göttinger Clubs spielten, noch träumen.

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Im Apex: Scams aus dem englischen Leeds mit Potenzial für große Bühnen.

Quelle: Heller

Göttingen. Aber das kann sich schnell ändern. Heute Soundbase, morgen vielleicht Soundcheck-Festival?

Der Band Scams ist es zuzutrauen, dass sie bald ein größeres Forum finden. Im Apex spielte sie vor kleinem Publikum, das war mit dem dynamischen Indierock der vier Männer aus Leeds aber sehr zufrieden. Ein bisschen klingt Scams wie die englische Version von Vampire Weekend, was an der Gitarre von Jamie Macneal liegt. Manchmal rockt sie wie Bloc Party, meint ein Fan. Auf den ersten Blick sieht der dünne Frontmann Andy Morgan wie ein Schuljunge aus, klingt aber viel erwachsener. Wenn die Musiker in bester britischer Indierock-Manier über die Bühne und mit Polonaise durch den Konzertraum fegen,  haben sie das Publikum schnell auf ihrer Seite. Mal punkig, mal etwas folkig, stets schön gitarrenlastig. Und vermutlich bald auf größeren Bühnen.

Neben den groß angelegten Konzerten des „Soundcheck“-Festivals gehörten Gigs in sieben Göttinger Klubs zum Programm. Apex, Exil, Nörgelbuff, Tangente, Blue Note, Blooming Bar und Diva Lounge, hatten zehn Bands angekündigt.

Während in den großen Hallen der Stadt das "Soundcheck"-Festival lief, feierten Musikfans in Göttinger Clubs bei der Soundbase.

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Besonders Michael Schluff vom Nörgelbuff äußerte sich „rundum zufrieden“. Es sei ein super Start gewesen, der in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden könne. Erfreulich sei auch, dass neben den Hauptacts „Anjana & Band“, „Bernadette La Hengst“ „Souffleur“, „David Jonathan“ und der „Bombay to Balkan“-Party auch die regionalen Vorbands großen Zuspruch erhalten hätten.

Doch nicht in allen Klubs fiel die Resonanz so positiv aus. So füllten laut Bea Roth vom Exil weder die Band „Lost Area“, noch „Alpha Academy“ den Klub, erst später mit Beginn der „Nacht der Schatten“ sei das typische Exil-Publikum eingetroffen. Die Musiker von „Diver“, „Scams“ und „Paula Bialski und Karel Strzemieczny“ konnten im Apex ihre Zuhörer zwar für sich einnehmen, doch hätten auch gerne doppelt so viele Besucher kommen dürfen, meint Organisatorin Inga Kottke.

Und auch im Blue Note fehlte es an Gästen. Chef Naeni Farzad vermutet, das fehlende Publikum habe noch das große Soundcheck-Finale in der Lokhalle und anschließend die Aftershow-Party besucht, statt der Musik seiner Live-Acts, dem „Jan Pecher Trio“ und „CaroKisteKontrabass“ zu lauschen. Die Betreiber der Divalounge und Christos Alkimos von der Blooming Bar hatten zu ihren Konzerten von „Blinding Night“, „Friedemann Weise“ und „Kiss&Drive“ sowie „Sven Panne“ und „Spieltrieb“ ebenfalls mehr Gäste erwartet.

Doch trotz dieser etwas enttäuschenden Besucherzahlen sind sich die Göttinger Clubbetreiber einig, dass sie auch im kommenden Jahr wieder ihre Türen zur Soundbase öffnen wollen. Mit einigen kleinen Veränderungen könne man dann vielleicht auch das Flair einer Festivalstadt erleben, das in diesem Jahr noch nicht recht zu spüren  gewesen sei, sind sich weitgehend einig.

Von Britta Bielefeld und Tina Evers

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