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„Göttinger Elch“ 2015 geht an den Maler, Zeichner und Autor Rudi Hurzlmeier

Auszeichnung „Göttinger Elch“ 2015 geht an den Maler, Zeichner und Autor Rudi Hurzlmeier

Der Satirepreis „Göttinger Elch“ geht 2015 an den Maler, Zeichner und Autor Rudi Hurzlmeier. Die Auszeichnung wird jährlich für ein satirisches Lebenswerk vergeben und ist mit 3.333 Euro, einer silbernen Elchbrosche und 99 Dosen „Original Göttinger Elch- Rahmsüppchen“ dotiert.

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Der Satirepreis „Göttinger Elch“ geht 2015 an den Maler, Zeichner und Autor Rudi Hurzlmeier.

Quelle: Göttinger Elch

Göttingen. Die feierliche Verleihung, an der auch frühere Preisträger teilnehmen werden, findet am Sonntag, 10. Mai 2015, um 11.00 Uhr im Deutschen Theater Göttingen statt. Am gleichen Tag wird die retrospektive Ausstellung „Rudi Hurzlmeier – Meisterwerke der Goldigen Periode“ im Alten Rathaus der Stadt eröffnet und ist dort bis zum 28. Juni zu sehen.

Rudi Hurzlmeier: Amerika
Rudi Hurzlmeier: Amerika
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Die Laudatio hält der Dichter und Schriftsteller Thomas Gsella; Vorjahres-Preisträger Georg Schramm steuert ein besonderes Grußwort bei. Auf der Bühne werden auch Hurzlmeiers Zeichnerkollegen Hauck und Bauer sowie Marcus Weimer (Rattelschneck) gratulieren.

„Hurzlmeiers äußerst vielfältiges Werk changiert zwischen Extremen;“, so die Jury in ihrer Begründung zur Verleihung des Göttinger Elch 2015; „wenn er einen bösen Witz macht, ist tiefempfundene Philosophie nicht weit und umgekehrt. Nur zu gern suhlt er sich in den Bereichen der ‘caricature brut‘ – und lässt uns im nächsten Moment über seine exquisite handwerkliche Könnerschaft, das delikate Kolorit, die überbordende Fülle feinster Nuancen in seinen großformatigen Gemälden staunen. Seine Fabulierkunst sprengt zuverlässig alle Grenzen; seine völlig einmalige Art eines surrealistischen Barock hat ihn zu einem der bedeutendsten Vertreter der Komischen Kunst werden lassen…. Ein echter ELCH!“

Der Preis hat seine Heimat nicht zufällig in Göttingen: Die Stadt hat Tradition in Sachen Satire, die im 18. Jahrhundert mit dem genialen Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg beginnt und bis in die jüngste Vergangenheit von den Wahl-Göttingern Robert Gernhardt und F.W. Bernstein fortgeführt wurde. Einem sprichwörtlich gewordenen Zweizeiler Bernsteins ist der Name des Satirepreises entlehnt: „Die schärfsten Kritiker der Elche / waren früher selber welche.“

► Mehr über den Preis, die bisherigen Preisträger und die Jury des Jahres 2015 unter goettinger-elch.de.

Karten

Karten für die Preisverleihung zum Preis von 11, 14, 17, 20 Euro – oder bei Anspruch auf Sozialermäßigung für 3 Euro - werden aufgrund der großen Nachfrage in diesem Jahr erstmals verlost.

Dazu muss der Kartenwunsch – maximal zwei Karten pro Person in der gewünschten Preiskategorie -  unter Angabe des Namens und der Kontaktdaten ab 16. März bis zum 2. April 2015 per Mail an elch@goettingen.de oder telefonisch unter Tel. 0551 / 400-2486 übermittelt werden.

Die Kartenvergabe erfolgt nach der Verlosung ab 20. April 2015 an der Kasse des Deutschen Theaters.

 
Zur Person: Rudi Hurzlmeier

Rudi Hurzlmeier wurde 1952 im Klostersanatorium der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie zu Mallersdorf geboren, was ihn nach eigener Aussage sehr geprägt hat. Nach unsteten Wanderjahren studierte er autodidaktisch komische Zeichnerei, Malerei und Bildhauerei. Es entstanden zahlreiche Cartoons, Karikaturen und Comicstrips, u.a. für Eulenspiegel, Bunte, Kowalsi, Pardon, Nebelspalter, Penthouse, P.M. Magazin, Gong, HÖRZU, FAZ und TV-Anstalten.

Seit 1985 ist er ständiger Mitarbeiter des Satire-Magazins TITANIC. Als Illustrator arbeitete Hurzlmeier u.a. mit Wiglaf Droste, Thomas Gsella, Harry Rowohlt, Peter Hacks, Truman Capote zusammen. Seit Beginn der neunziger Jahre trat er zunehmend als von der Kunstkritik hochgelobter Maler (auch unter den Pseudonymen „Ru di Hu“ und „HU“) in Erscheinung. Seine Werke wurden international in weit über 100 Einzel-Ausstellungen gezeigt; rund 40 Bücher erschienen über ihn und mit ihm. In jüngerer Zeit ist er auch als Dozent und Kunstvermittler tätig; so gehört er zu den treibenden Kräften für die Schaffung einer „Komischen Pinakothek“ in München.

Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er 2010 den „Deutschen Karikaturpreis“. Hurzlmeier lebt mit Gabriella Hurzlmeier von Watenphul in München. Ihre beiden Söhne Julian und Leonhard haben ebenfalls künstlerische Laufbahnen eingeschlagen und stellen gelegentlich zusammen mit ihrem Vater aus.

Rudi Hurzlmeier ist der 18. Preisträger des „Göttinger Elch“, der den guten Ruf der komischen Künste festigen und das Ansehen der in Wort und Bild tätigen Satiriker  im deutschen Sprachraum mehren will.

► Die Webseite von Rudi Hurzlmeier hurzlmeier-rudi.de

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