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Göttinger Kunstverein hat Interesse am Umzug

Neue Struktur Göttinger Kunstverein hat Interesse am Umzug

Der Kunstverein hat eine veränderte Organisationsstruktur beschlossen. Laura Schleussner, als künstlerische Leiterin Mitglied im Vorstand, ist ausgeschieden. Für sie hat das Gremium Anja Lückenkemper engagiert, eine Kuratorin die das künstlerische Programm verantwortet, aber dem Vorstand nicht angehört.

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Der Kunstvereinsvorsitzende Friedrich-Wilhelm Becker und die Kuratorin Anja Lückenkemper.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Fünf Ausstellungen organisiert der Kunstverein jedes Jahr. Drei davon laufen im Alten Rathaus, die restlichen beiden im Künstlerhaus. Das Jahr 2016 steht unter dem Thema „Konstruktionen“.

Dabei gehe es um „eine künstlerische Auseinandersetzung mit identitätspolitischen  Fragestellungen“, teilt der Verein mit. Vier internationale Künstler – Britta Thie, Liz Magic Laser, Johannes Paul Raether und Diana Sitianni – sowie eine Gruppenausstellung sollen diese Fragestellung beleuchten, die Lückenkemper vorgeschlagen hat.

„Wir haben uns für das Programm, aber auch die Person entschieden“, erklärt der Kunstvereinsvorsitzende Friedrich-Wilhelm Becker. Die Internationalität sei eine Vorgabe der Landes, erklärt Kunstvereinsgeschäftsführer Helmut Wenzel. Andernfalls gäbe es keine Förderung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Kunstvereins ist die Kunstvermittlung – laut Wenzel ein „total lebendiger Bereich“ – und von der Landesregierung vorgegeben.  Wenzel: „Wer keine Kunstvermittlung hat, bekommt keine Förderung fürs Jahresprogramm.“ Ein Team um die Kunsthistorikerin Carola Gottschalk geht in Schulen, Kindergärten und ähnliche Institutionen, um den Nachwuchs für Kunst zu interessieren.

Etwa 240 Mitglieder hat der Kunstverein, darunter auch eine ganze Reihe von Familienmitgliedschaften. Er verfügt über eine Budget von etwa 130 000 bis 160 000 Euro jährlich. Institutionelle Förderung gibt es vom Land, Stiftungen, Spender, Sponsoren und die Sparkasse geben ebenfalls Geld dazu. Die der Stadt Göttingen hat laut Wenzel knapp 22 000 Euro für den Kunstverein in ihren Haushalt eingebracht. Dazu kommen 4600 Euro, mit denen die Mehrkosten für den Mindestlohn aufgefangen werden.

Nur mäßig zufrieden ist der Kunstverein mit seiner räumlichen Situation. Er verfügt nicht über eigene Ausstellungsflächen und ist Gast des Vereins Künstlerhaus, mit dem er sich auch ein Büro im Lichtenberghaus teilt. Auch über die Ausstellungsräume im Alten Rathaus kann er nicht frei verfügen. Daher würde der Kunstverein gerne in das geplante Kunstquartier einziehen, bestätigt Becker. Dort wolle sich der Kunstverein einbringen. Und Wenzel ergänzt: „Immerhin würde der Verein fünf durchorganisierte und finanzierte Ausstellungen jährlich mitbringen.“

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