Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
„Göttinger Reihe Historischer Musik“: The Goldfinch Ensemble

Charme und Leichtigkeit „Göttinger Reihe Historischer Musik“: The Goldfinch Ensemble

Die „Göttinger Reihe Historischer Musik“ ist fester Bestandteil der Internationalen Händelfestspiele Göttingen. Im zweiten Konzert des Nachwuchswettbewerbs hat sich am Donnerstagabend The Goldfinch Ensemble dem Publikum in der Aula am Wilhelmsplatz vorgestellt.

Göttingen. Die vier jungen Musiker aus vier Nationen haben in Den Haag zueinander gefunden und teilen die Leidenschaft für Musik des 17. und 18. Jahrhunderts.

In Ihrem Spiel bilden Sie eine Einheit, doch sind auch die so unterschiedlichen Charaktere eines jeden Musikers deutlich auf der Bühne zu erleben.

Emmanuel Frankenberg aus den Niederlanden gibt am Cembalo den Takt an und bildet eine sichere Basis. Die Französin Salomé Gasselin unterstützt ihn hingebungsvoll an der Viola da Gamba. Sie hat ihre Mitspieler stets fest im Blick und versprüht mit ihrer Mimik, die zwischen Konzentration und Zufriedenheit immer wieder wechselt, jede Menge Charme.

Voller Leichtigkeit, ohne sichtbare Anstrengung lässt Noyuri Hazama aus Japan den Bogen über die Saiten ihrer Violine fliegen und strahlt dabei absolute Sicherheit aus. Komplettiert wird das Quartett durch den Spanier Pablo Sosa, dessen Flötenspiel den Klang des Ensembles mild abrundet.

Das Programm konzentriert sich auf deutsche und französische Komponisten. Eröffnet wird der Abend mit einem Werk von Georg Friedrich Händel, mit „Arrival of the Queen of Sheba“ aus dem Oratorium „Solomon“. Der Auftakt gelingt solide. Konstant halten die vier Instrumentalisten den Abend hindurch ihr Niveau.

Mit einem Arrangement von Karlheinz Stockhausens „Virgo“ steht auch eine neue Komposition auf dem Programm, die zwar einen drastischen Stilbruch inmitten traditioneller Barockmusik darstellt, sich aber dennoch als angenehme Überraschung erweist. Getreu dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“ beschließt das Quartett den Abend mit einem schwungvollen Allegro aus der Feder von Louis Gabriel Guillemain und wird mit herzlichem Applaus bedacht.

Fortgesetzt wird die „Göttinger Reihe Historischer Musik“ am 14. Januar mit einem Konzert des Ensembles Scaramuccia, um 20 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz.

Von Tina Evers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff