Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Göttinger Symphonie Orchester bezaubert mit tierischem Familienkonzert

Im Deutschen Theater Göttinger Symphonie Orchester bezaubert mit tierischem Familienkonzert

Wäre dem Komponisten Sebastian Bächlein diese Melodie nicht an einem 30. Februar, sondern an einem normalen Tag eingefallen, dann wäre wohl auch ihre Geschichte nur alltäglich ausgefallen. So aber taugten Geschichte und  Melodie zu einem liebenswerten Auftakt beim dritten Familienkonzert der Saison, das das Göttinger Symphonie-Orchester (GSO) am Sonntagmittag im Deutsche Theater gegeben hat.

Voriger Artikel
Johannes Oerding und Band glänzen in der Göttinger Stadthalle
Nächster Artikel
„Dialog – Arbeiten auf Papier": Hilke Diers und Manfred Droese stellen im Künstlerhaus aus
Quelle: Archiv (Symbolfoto)

Göttingen. Das Stück „Die verlorene Melodie“ von Andreas N. Tarkmann (Musik) und Eberhard Streul (Text) führte sein Publikum in die Welt der unterschiedlichen Instrumentengruppen innerhalb eines Orchesters und in die nur zu menschlichen Höhen und Tiefen im zwischen-instrumentalen Zusammenleben. Da kann so eine zufällig hereingeschwebte Melodie von Bächlein schon einiges an Trubel auslösen. Und ganz nebenbei lernen Jung (und Alt), wie Charaktere und Gefühle sich musikalisch wiedergeben lassen.

Ebenfalls aus Tarkmanns Feder stammt die Musik zu Helme Heines Text „Na warte, sagte Schwarte“, wobei es sich um die Schweinehochzeit handelte, die dem Konzert seinen Titel gab. Hier machten Text und Musik nicht nur Lust aufs Zuhören und Mitfiebern. Diesmal ging es auch darum, im Publikum das Lied der Glücksschweine lauthals mitzusingen. Das klappte im gut gefüllten Theatersaal prächtig. Zur Stimmung trug wesentlich Schauspieler Christoph Huber von den Göttinger Theatermachern „Stille Hunde“ bei, der den Texten nicht nur stimmlichen Klang gab, sondern einfühlsam mit unaufdringlicher Mimik und Gesten verschiedenste Charaktere zur großen Freude des Publikums aufleben ließ.

Den Spaß am Konzert merkte man nicht nur dem Publikum sondern auch den souverän aufspielenden GSO-Musikern deutlich an. Zumal sie ebenso kompetenter wie charmant angeleitet wurden: Die Litauerin Giedre Šlekyte verströmte am Dirigentenpult so viel Esprit und mitreißende Energie, dass es auch nicht überraschte, als sie beim Lied der Glücksschweine herzhaft mitsang. Vielleicht begeistert ja die Gastdirigentin GSO und Göttinger Publikum bald einmal wieder mit ihrer Präzision und jugendlichen Eleganz fernab jeder Attitüde.

Von Isabel Trzeciok

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff