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Göttinger Symphonie-Orchesters zu Gast im GDA-Wohnstift

Von Klassik bis Moderne Göttinger Symphonie-Orchesters zu Gast im GDA-Wohnstift

Dass ein abwechslungsreiches, emotionales Programm dem Publikum Freude macht, wissen die Verantwortlichen des Göttinger Symphonie-Orchesters (GSO) genau. Und so hat eine Streicher-Auswahl aus den Reihen des GSO am Sonntagabend unter der lateinischen Fassung dieses Mottos, „Variatio delectat“ – Abwechslung gefällt –, ein Konzert im Saal des GDA-Wohnstifts gegeben. Dabei standen Stücke von der Klassik bis zur Moderne auf dem Spielplan.

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Göttinger Symphonie-Orchesters zu Gast im GDA-Wohnstift

Göttingen. Den Auftakt bildeten Menuette und Trios aus der Feder Franz Schuberts.

Mit einigen vorangestellten Erläuterungen machte Dirigent Christoph-Mathias Mueller seinem Publikum die Freuden der hübschen Symmetrie zwischen Schuberts kleinen musikalischen Preziosen schmackhaft. In den bis auf den Bass jeweils doppelt besetzten Streicher-Stimmen zeigten sich die GSO-Mitglieder sehr gut aufeinander abgestimmt. Ein gelungener Auftakt zum Warmspielen und Warmhören.

Als Solistin des Abends war die polnische Cellistin Joanna Kielar-Zachold zu hören. Zusammen mit den sechs GSO-Mitgliedern präsentierte sie eine Suite für Violoncello und Streicher von Victoria Yagling. Die 2011 verstorbene Komponistin war eine Lehrmeisterin von Kielar-Zachold. Dass sich die Schülerin daher besonders gut auf Stil, Rhythmik und Klangfluss im Stück Yaglings einstellen konnte, merkte man deutlich.

Als besondere Herausforderung zeigte sich in der viersätzigen Suite die „Humoreske“, der Mueller im Vorfeld bereits die Eigenschaften einer Groteske bescheinigt hatte. Nach einem kleinen Stolperer zu Beginn spielten Solistin und begleitendes Ensemble dann das herausfordernde Stück perfekt und mit scheinbarer Leichtigkeit. Dass die Vorbereitung hierfür richtig harte Arbeit gewesen sein muss, konnte man nur erahnen.

Wohlfühlen und Schwelgen durften Musizierende und Publikum dann bei Peter Tschaikowskys Streicherserenade C-Dur op. 7. Hier zahlte sich die Doppelbesetzung der Instrumente ganz besonders aus. Denn auf die Weise gelang dem Ensemble ein wunderbar voller und samtiger Klang, der zu dem sehr emotionalen Werk hervorragend passte.

Von Isabel Trzeciok

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