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Grenzwert der Gesellschaft

Vier neue Produktionen Grenzwert der Gesellschaft

Die Theaterformation „Boat People Projekt“ startet mit einer Produktion zum Thema ehrenamtliche Arbeit in die Schauspielsaison. Unter dem Titel „Hilfe – Ein Stück über Grenzwerte“ hat das Stück am Sonnabend, 24. September, um 19.30 Uhr im Theater im ehemaligen Institut für den wissenschaftlichen Film (IWF), Nonnenstieg 72, seine Uraufführung.

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Eine Probeszene des Ensembles der Produktion "Hilfe!" um Anderas Klumpf (Mitte) um Imme Beccard (2. von rechts).           

Quelle: Reimar de la Chevallerie

Göttingen. Unter der Regie von Nina de la Chevallerie präsentieren sechs Darsteller, darunter drei Geflüchtete, eine Geschichte um Helfer, die sich in ihrem Engagement verzetteln und die Grenze des Gut-Gemeinten aus den Augen verlieren. Der Text stammt von der Berliner Autorin Sophie Disselhorst.

Die Jugendgruppe des „Boat People Projektes“ zeigt am Freitag, 28. Oktober, um 20 Uhr ihren selbstgedrehten Film, der bisher noch den Arbeitstitel „Warten“ trägt. In der 2014 gegründeten Gruppe haben sich die 27 Jugendlichen aus Syrien, dem Irak, Somalia, Eritrea, Afghanistan und Deutschland Räume ausgedacht, die ihre Gedanken und Gefühle, aber auch traumatische Erlebnisse wiederspiegeln. „Es ist ein aufwendiges Filmkonzept“, sagt Hans Kaul, der bei der Produktion für die Musik zuständig ist.

Das Stück „Brenne!“ von Christopher Weiß geht der Frage nach, warum junge Menschen, die mit westlichen Werten aufgewachsen sind, sich der Terror-Organisation Islamischer Staat anschließen. „Es geht um Werte, um verlorene Werte“, sagt der Regisseur Reimar de la Chevallerie. Die Produktion richtet sich an Jugendliche und wird am Donnerstag, 8. Dezember, um 19.30 Uhr uraufgeführt. Es sind außerdem Vorführungen für Schulklassen geplant. Zusammen mit dem Autor werden Matthias Damberg und Gerd Zinck auf der Bühne und in einem Videoformat zu sehen sein.

Eine Produktion mit Jugendlichen planen die Theatermacher in Zusammenarbeit mit den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen und dem Kulturzentrum Musa. Dabei wird Händels Oper „Lotario“, die im nächsten Jahr im Zentrum der Festspiele stehen wird, in den zeitgenössischen Zusammenhang von Glauben und Loyalität gebracht. Circa 60 Jugendliche, darunter Schulklassen des Hainberg Gymnasiums und der Integrierten Gesamtschule Bovenden, werden in allen Bereichen der Produktion beteiligt sein. Neben dem szenischen Spiel und der Choreographie werden sie beim Bühnenbild und den Kostümen helfen und ein Video des Stückes drehen.  Die musikalische Begleitung übernimmt das Interkulturelle Orchester Göttingen. Unter dem Titel „Beyond Doubt: Lotario“ ist die Uraufführung für Sonnabend, 6. Mai 2017, im Jungen Theater, Hospitalstraße 6, angesetzt. Interessierte Jugendliche können sich am Montag, 26. Septmber, um 17 Uhr bei einem Kennlerntreffen im Theater im ehemaligen IWF informieren.

Neben den Theaterproduktionne bietet das „Boat People Projekt“ ein vielfältiges Kursprogramm für jedes Alter. Die Tanz-Workshops, Theater- und Filmclubs richten sich auch an Interessierte außerhalb des benachbarten Flüchtlingswohnheims.

Karten gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen, Weender Straße 44, und Duderstadt, Marktstraße 9.

Von Jana Probst

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