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Göttinger Unichor gibt Weihnachtskonzert

Nikolaikirche Göttinger Unichor gibt Weihnachtskonzert

Ein buntes vorweihnachtliches Musikprogramm haben der Göttinger Universitätschor und Mitglieder des Göttinger Universitätsorches­ters einstudiert. Am Freitag stellten sie es einem beifallsfreudigen Publikum in der Nikolaikirche vor.

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Göttinger Universitätschor (Archivbild)

Quelle: Vetter/Archiv

Göttingen. Mit festlichen Klängen – einem Arrangement von Bruckners Motette „Virga Jesse“ – eröffnete ein neunköpfiges Blechbläserensemble den unterhaltsamen Abend, fein abgestuft in der Dynamik, sauber in der Intonation. Adventlich ging es weiter mit Chorsätzen von Johannes Eccard („Übers Gebirg Maria geht“) und Mendelssohn (Advent), in denen die Männerstimmen eine stimmkräftige Basis bildeten, mit zu denen allerdings etwas kerniger singende Soprane noch besser harmoniert hätten.

 

Außerdem steuerte der Chor – weiterhin unter der Leitung von Ingolf Helm – Sätze von Schütz und Mendelssohn bei, dazu drei besonders reizvolle Stücke aus dem nördlichen Europa: „Heyr himna smiður“ des Isländers Sigurbjörnsson, „Sancta Lucia“ des Schweden Hammerström und „In the bleak mid-winter“ des Engländers Gustav Holst, der übrigens in Cheltenham, der Partnerstadt Göttingens, geboren wurde. Einzig in Mendelssohns doppelchörigem Satz „Ehre sei Gott in der Höhe“ verloren einige Choristen die Orientierung, um sich aber am Ende wieder in großer Harmonie zusammenzufinden. Wobei der Chor in den A-cappella-Sätzen nicht selten die Tendenz hatte, ein wenig an Höhe zu verlieren.

 

Ein elfköpfiger Kammerchor hatte sich für zwei barocke Vokalstücke zusammengefunden: „Mache dich auf, werde Licht“ des Barockkomponisten Wolfgang Carl Briegel, der in Gotha und Darmstadt wirkte, und „Also hat Gott die Welt geliebt“ von Heinrich Schütz. Diese Stücke unter der Leitung von Andreas Jedamczik waren besonders transparent und ausdrucksstark gestaltet.

 

Aufgelockert wurde das gesungene Programm durch kleine kammermusikalische Intermezzi, durchweg mit viel Engagement, manchmal allerdings etwas spannungsarm und mit geringer dynamischer Bandbreite musiziert. Da gab es ein sanft-zartes Divertissement von Gaubert, Mozart-Variationen von Beethoven für zwei Oboen und Englisch Horn, einen Streichquartett-Satz von Borodin und eine Bach-Fuge in einem Arrangement für vier Hörner, denen ein wenig die Mühe mit der komplizierten Polyphonie in raschem Tempo anzumerken war.

 

Zum Schluss vereinten sich alle Mitwirkenden mit dem Publikum in Händels festlichem „Tochter Zion“. Das Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ war der Dank für den lautstarken Beifall.

 

Das Programm ist noch einmal am Sonntag, 20. Dezember, um 11.30 Uhr in der Nikolaikirche, Nikolaikirchhof 1, zu hören.

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Von Redakteur Michael Schäfer

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