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Göttingerin Christiane Eiben als Backgroundsängerin bei Peter Kraus

Traum zum Beruf gemacht Göttingerin Christiane Eiben als Backgroundsängerin bei Peter Kraus

Wenn die Sängerin von ihrem Werdegang erzählt, dann hört man oft von Zweifel, Unsicherheit und Bedenken. „Ich habe mich nicht getraut“, so fangen viele ihrer Sätze an. Aber dennoch sitzt auf der Couch in ihrem schicken Wohnzimmer mitten in der Göttinger Innenstadt kein verstocktes Wesen. Sie strahlt.

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Karriere auch ohne Gesangsunterricht: Christiane Eiben.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Sie lacht viel, scherzt und trällert vor dem Gespräch ein Liedchen. Keine Spur von Verlegenheit. Christiane Eiben ist ein Glückskind.

„Ich habe nie Gesangsunterricht genommen, ich bin Autodidakt“, erzählt die Göttingerin, die als Backgroundsängerin schon zusammen mit Roland Kaiser, Marianne Rosenberg oder Helene Fischer auf der Bühne stand. Das nächste große Konzert findet in ihrer Heimatstadt statt. Am Sonnabend, 14. März, wird sie zusammen mit Peter Kraus in der Lokhalle auf der Bühne stehen.

Kraus sei ein großer Musiker und ein unkomplizierter Typ findet Eiben: „Neben den haut man sich genauso in das Sofa neben der Bar, wie neben den Schlagzeuger.“ Viele Künstler seien so. Ganz normale Menschen, sagt Eiben. Sich selbst sieht sie allerdings nicht als Künstlerin. „Ich betrachte mich als Kunsthandwerkerin. Ich bin Dienstleister und sehe mich eher als Teil der Band“, sagt die Sängerin.

Ihre Karriere begann in Göttingen mit der Band „Friends of Carlotta“, und aus ihrer Heimatstadt ist sie nie weggezogen. „Ich habe in den ersten Jahren gedacht, wenn ich mehr erreichen will, muss ich weggehen“, erzählt Eiben. Aber sie habe sich nicht getraut. Heute allerdings sieht sie ihren Wohnort als Vorteil. „Das ist eine gute Lage, um sich sternförmig mit anderen Musikern vernetzen“, erzählt die 46-Jährige.

"Die Jobs kamen immer von selbst“

Eiben sagt von sich selbst, dass das Gefühl von Unsicherheit in ihrem Leben immer wieder eine Rolle gespielt habe. So habe sie als junge Erwachsene ein Lehramtsstudium angefangen, um sich eine feste berufliche Basis zu schaffen. Das Studium aber, so erzählt sie hat sie schnell abgebrochen, um ihre Gesangskarriere weiter zu verfolgen. „Damals war ich stolz meinen Traum zum Beruf gemacht zu haben“, sagt sie, „aber es gab auch Zeiten, da hätte ich mir gewünscht, das Studium fertig gemacht zu haben.“

Den Traum zum Beruf machen, bei Eiben ging das vor allem durch ziemlich viel Glück. „Ich habe nie Akquise für mich gemacht. Die Jobs kamen immer von selbst“, erklärt die Sängerin. Aber sie erzählt auch, wie wichtig Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung für das Musikerleben sei. Das gelte unter den Musikern selbst, die sich gegenseitig empfehlen und neue Jobs verschaffen. Aber auch für die Familie, die dann zur Stelle ist, wenn Hilfe gebraucht wird. Für Eiben ist das besonders wichtig, da sie auch Mutter einer 11-jährigen Tochter ist. „Für sie ist jetzt die Zeit, wo sie es auch mal cool findet, wenn ihre Mutter auf der Bühne steht“, erzählt Eiben.

Für die Zukunft hat Eiben aber andere Pläne. Keine großen Shows mehr, aber vielleicht eine eigene CD ohne viel Aufsehen. Dafür schreibt sie gerade Songs. „Ich will es nicht soweit kommen lassen, rausgeworfen zu werden“, sagt Eiben und erklärt, welches berufliche Standbein sie sich für die Zeit nach den großen Bühnenshows aufbaut. Eine Künstlervermittlung habe sie gegründet und außerdem gebe sie Gesangsunterricht. „Am Ende bin ich doch noch Lehrerin geworden“, sagt Eiben.

Von Daniela Lottmann

Peter Kraus, Das Beste kommt zum Schluss – Meine große Abschiedstournee, Sonnabend, 14. März, um 20 Uhr in der Lokhalle Göttingen.
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