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Große Geschichten, kleine Geschichten

„Moi et les autres“ im Göttinger Apex Große Geschichten, kleine Geschichten

„Moi et les autres“ heißt die Chanson- und Jazzband um die französische Sängerin Juliette Brousset. Die deutsch-französische Gruppe hat am Donnerstagabend ihre neue CD „Bio“ im Apex vorgestellt. Der Titel des Albums ist eine Anspielung auf Biografie und Natur.

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Ansprechend und ergreifend: der Auftritt von Sängerin Juliette Brousset und ihrer Band.

Quelle: Heller

Göttingen. Eigentlich wollten „Moi et les autres“ ihre Album CO₂–neutral in der Natur einspielen. Doch dann war das Wetter zu schlecht. „Wir Künstler sind dazu da, Dinge in Bilder zu fassen, die nicht vergessen werden dürfen“, beschreibt Brousset ihr Selbstverständnis als Künstlerin. Die meisten Lieder auf dem Album „Bio“ handeln von kleinen Geschichten aus dem Leben. Kokett vorgetragen von Brousset, entfalten sich Erzählungen von Stechmückensommern, dem Farbspektrum von Herbstblättern und alten Bekannten, die man erst nach 30 Jahren wiedertrifft. Dass die Künstlerin auch ernste Themen zugleich ansprechend und ergreifend in Musik verwandeln kann, zeigt sie in „Sel“. Das Lied handelt von den Flüchtlingen, deren salzige Tränen sich mit dem salzigen Meerwasser vermischen. In wechselnden Tonlagen und Klagelauten schafft es Brousset fast ohne Text und nur mit ihrer herausragenden Stimme, von traurigen Schicksalen zu erzählen.

 

Die vier weiteren Bandmitglieder nur als „die anderen“ zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Jeder von ihnen spielt mehrere Instrumente und strahlt dabei gute Laune aus. David Heintz, der Gitarrist, holt für den Dixie-Song „J’aime le New Orleans“ sein Banjo aus dem „Versteck“. Eric Dann tauscht sein großes Akkordeon gegen eine kleine Melodika ein. Bei seiner Solo-Einlage bringen Brousset und Heintz ihn zum Lachen, sodass er nicht weiter spielen kann.

 

Das Lied, immer wieder bei Chansonabenden in Göttingen auftaucht, ist „Göttingen“ von Barbara. Das weiß auch Brousset und erntet dafür viel Applaus vom Publikums.

 

Von Jorid Engler

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