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Gottesdienst mit Händel und Halleluja

Gottesdienst mit Händel und Halleluja Gottesdienst mit Händel und Halleluja

Mit lang anhaltendem Beifall und lautstarkem Trampeln hat am Sonntag der Gottesdienst in der St.-Paulus-Kirche geendet. Anlass: der Auftritt des Tageblatt-Chores mit Chören aus Händels Oratorium „Susanna“. Am Dirigentenpult stand Laurence Cummings, künstlerischer Leiter der Händel-Festspiele.

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Der Tageblatt-Chor singt das „Halleluja“ aus dem „Messias“.

Quelle: Schäfer

Ausgelöst hatte den Applaus das abschließende „Halleluja“ aus dem „Messias“, stets Schlusspunkt der vor elf Jahren eingerichteten „Sing along“-Aktion. Rund 120 höchst engagierte Sängerinnen und Sänger stellten den Chor, begleitet vom Jugend-Sinfonie-Orchester Göttingen, das von Daniel Eismann gründlich auf seinen Einsatz vorbereitet worden war.

Pfarrer Hans R. Haase hatte rings um den musikalischen Beitrag einen besonders auf Händel und „Susanna“ zugeschnittenen Gottesdienst vorbereitet. So bekam die Gemeinde die komplette biblische Geschichte von Susanna aus dem Alten Testament zu hören. Susanna wird von zwei lüsternen alten Männern, denen sie nicht zu Willen ist, fälschlich des Ehebruchs beschuldigt und sogleich zum Tode verurteilt. Doch Daniel weist mit geschickter Verhörtaktik nach, dass die Beschuldigung erlogen ist: Nicht Susanna muss sterben, sondern die beiden Alten, die sich mit ihrer falschen Aussage für Susannas Weigerung rächen wollten.

Welche Emotionen diese „Sex-and-Crime-Geschichte“ (so Pfarrer Haase) auslöst, war in den leidenschaftlich gesungenenen Chören sehr deutlich zu spüren. Und die Begeisterung der Gemeinde wirkte sich auch auf die Choristen aus, die sich beim anschließenden Empfang bei Cummings für das Dirigat und Tobias Wolff für die Einstudierung mit herzlichem Applaus bedankten.

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