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Arien und Gesten aus Imeneo

Händel-Talk bei Bremer Arien und Gesten aus Imeneo

Die Oper „Imeneo“, die im Mai im Mittelpunkt der Internationalen Händel-Festspiele in Göttingen steht, „soll sprechen, soll alle berühren“. Das ist das Ziel von Regisseurin Sigrid T‘Hooft, die beim Händel-Talk am Mittwoch über die Besonderheiten der historischen Aufführungspraxis berichtete.

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Gesprächsrunde mit der Sopranistin Stefanie True und dem Bass-Bariton Matthew Brook sowie der Regisseurin Sigrid T'Hooft und dem künstlerischen Leiter Laurence Cummings, moderiert von Tobias Wolf.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Als Georg Friedrich Händel (1685-1759) im Jahr 1740 die „Operetta“ in London zur Aufführung brachte, waren die Londoner „der langen Opern müde“. Der britische Barockspezialist und künstlerische Leiter der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, Laurence Cummings, beschrieb beim Händel-Talk in Bremers Weinkeller die Intention des Komponisten.

In allen Mitteln sehr klein

„Imeneo ist kurz, wenn auch in drei Akten gegliedert“, erklärte Regisseurin T‘Hooft die Handlung. Die Oper ist, so beschrieb sie das, was das Publikum erwartet, „in allen Mitteln sehr klein“. So gibt es beispielsweise nur ein Bühnenbild. Alles, was die fünf Sängerinnen und Sänger, die Tänzer von „Corpo Barocco“ und der Chor darbieten, geschieht „in einem lieblichen Hain“.

Das besondere der historischen Aufführungspraxis ist die charakteristische Gestik, für die die belgische Regisseurin seit mehr als 25 Jahren Spezialistin ist. Nach den Besonderheiten dieser Darstellung von Moderator Tobias Wolff, dem geschäftsführenden Intendanten der Festspiele, befragt, erklärte T‘Hooft, dass sie besonders auf die Linienführung mit dem Körper bei Sängern und Tänzern achte und auf das Prinzip, dass mit den Händen gesprochen wird.

Gewinnspiel

Die Internationalen Händel-Festspiele vom 5. bis zum 16. Mai bringen ein umfangreiches Programm in die Region Südniedersachsen. Im Zentrum steht die Opernproduktion „Imeneo“, aber auch kleine und feine Termine bieten viel barocke Unterhaltung. So kommen die Sopranistin Mireille Asselin und der Countertenor Raffaele Pe am Sonnabend, 7. Mai, nach Göttingen.

Sie sind Mitwirkende der konzertanten Oper „Berenice“ um 18 Uhr in der Stadthalle. Das Tageblatt verlost fünfmal zwei Eintrittskarten für die Vorstellung. Dafür muss folgende Frage beantwortet werden: Für welches Theater vollendete Händel sein Werk „Berenice“?

Antworten können am Freitag, 15. April, von 15 bis 18 Uhr unter Telefon 01 37 / 8 60 02 73 gegeben werden (0,50 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen). Bitte deutlich Namen, Anschrift, Telefonnummer und die Lösung auf Band sprechen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Gewinner werden von der Redaktion benachrichtigt. Tickets für die Veranstaltung können in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt, gekauft werden. pek

Matthew Brook, der britische Bass-Bariton, der die Rolle des Argenio übernimmt, erarbeitet sich zum ersten Mal zum Gesangsrepertoire auch die spezielle Gestik. In den ersten Nächten und an den Morgen nach den Proben habe er schon im Wachwerden gecheckt, ob er die Gestik noch beherrsche.

Wieder in Göttingen

Witzig und unterhaltsam vermittelten alle Beteiligten die Besonderheiten der Inszenierung, aber auch die derzeitige Stimmung bei den Proben. Im Gegensatz zu Brook haben T‘Hooft und Sopranistin Stefanie True, die die Clomiri singt, bereits Bekanntschaft mit Göttingen gemacht.

True gastierte hier bei den Festspielen 2012 als Oriana in der Oper „Amadigi di Gaula“. Die setzte vor vier Jahren ebenfalls T‘Hooft in Szene. Nun hat sie sich mit Cummings auf eine der verschiedenen Händel-Versionen von Imeneo festgelegt. Diese werde ganz anders zur Geltung kommen als seine vor einigen Jahren in London gespielte, erklärte der Cembalist. Als Pianist begleitete Cummings Brook und True, die das Publikum im vollbesetzten Bremer-Gastraum zwei Imeneo-Arien schon einen Eindruck vom Probenstand hören ließen.

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