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Händels Musik als Rockkonzert

Teistungenburg Händels Musik als Rockkonzert

Zum ersten Mal findet Georg Friedrich Händel seinen Weg in das Eichsfeld. Selbstverständlich nicht selbst, aber durch seine Werke erscheint der gebürtige Hallenser zusammen mit seinen französischen Zeitgenossen Marais und Rameau den Liebhabern barocker Kompositionen.

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Humorvoll, theatralisch und wild: die Musiker von „Red Priest“.

Quelle: EF

Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und die Verwaltungsgemeinschaft Lindenberg/Eichsfeld präsentieren das Konzert unter dem Titel „Mr. Handel’s French Fancies“ am Donnerstag, 9. Juni, um 19.30 Uhr in der Kulturhalle Teistungenburg.

Interpretiert werden die Stücke von dem britischen Quartett „Red Priest“ – bestehend aus Piers Adams (Blockflöte), Julia Bishop (Violine), Angela East (Cello) und Howard Beach (Cembalo) –, dessen Name von dem rothaarigen italienischen Priester und Komponisten Antonio Vivaldi inspiriert ist. Kritiker bescheinigen den vier Musiker eine humorvolle, theatrale und wilde Performance mit rasanten Licht- und Kostümwechseln.

Nina Hornig, Sprecherin der Händel-Festspiele, beschreibt die Herangehensweise des Ensembles an die Alte Musik als eine sehr „lebendige, fesselnde, energiegeladene Art eines Rockkonzerts“. Ohne Noten, dafür aber mit viel Esprit und Dynamik bewegen sich die vier Musiker, die sich selbst die „Fab Four der Barockmusik“ nennen, über die Bühne.

„,Red Priest‘ wurden bereits mit den Rolling Stones, Jackson Pollock, den Marx Brothers oder gar dem Cirque du Soleil verglichen“, so Hornig. Die 1997 gegründete Gruppe kann inzwischen auf 14 Jahre Live-Erfahrung und Konzertauftritte in unterschiedlichsten Teilen der Welt­ zurückblicken: Japan, Australien, Nord- und Zentralamerika.

Gemäß des diesjährigen Festspiel-Mottos „Vive le Baroque“ will das Team um den künstlerischen Leiter Nicholas McGegan die gegenseitigen Einflüsse zwischen Händel und den französischen Komponisten seiner Zeit beleuchten. Händel lernte, obwohl er französischen Boden zu Lebzeiten nie betreten hatte, zahlreiche Komponisten und ihre Stile aus dem Nachbarland intensiv kennen und ließ sich von allem inspirieren, was seinem Geschmack entsprach.
Aber auch andersherum funktionierte die künstlerische Befruchtung. Heinrich Heine drückte es 1844 so aus: „Diese beiden, Mozart und Händel, haben es endlich dahin gebracht, die Aufmerksamkeit der Franzosen auf sich zu ziehen.“ Welche lebhaften Blüten dieses barocke Komponistentum treiben kann, wollen „Red Priest“ auf der Teistungenburg eindrucksvoll demonstrieren.

Karten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen des Göttinger Tageblattes, Jüdenstraße 13c, und des Eichsfelder Tageblattes, Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.

Von Anna Kleimann

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