Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Harmonic Brass mit Bach und Biene Maja

Müncher Bläser-Quintett gastiert in der Bethlehem-Gemeinde Harmonic Brass mit Bach und Biene Maja

Was für ein Konzert! Von Antonio Vivaldi bis Michael Jackson, von Johann Sebastian Bach bis zur Filmmusik von Biene Maja reicht das Repertoire des Bläser-Quintetts Harmonic Brass. Am Sonntag gastierten die Münchner zum dritten Mal in der evangelischen Bethlehem-Gemeinde auf dem Holtenser Berg.

Bethlehem-Gemeinde, Genfstraße 11a, 37079 Göttingen 51.56171 9.90488
Google Map of 51.56171,9.90488
Bethlehem-Gemeinde, Genfstraße 11a, 37079 Göttingen Mehr Infos
Nächster Artikel
"Netboy" - Premiere im Deutschen Theater

Am Sonntag gastierten die Münchner zum dritten Mal in der evangelischen Bethlehem-Gemeinde auf dem Holtenser Berg.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Während draußen Sonnenschein und Schneeregen aufeinander folgten, boten die Musiker ihren 110 Zuhörern drinnen ein ähnlich abwechslungsreiches Programm. Mit dem Rondeau von Jean-Joseph Mouret zog die Band, die seit 25 Jahren besteht, in den Kirchenraum ein. Das Quintett tritt oft in evangelischen Kirchen auf, wo es aufgrund der Posaunenchortradition ein Interesse an Blasmusik gibt. Auch auf dem Holtenser Berg saß mancher Kirchenmusiker im Publikum.

Schmissig und schwungvoll starteten die Musiker mit Vivaldis „Concerto in C“. „Es ist das einzige Konzert des Komponisten für zwei Trompeter und Streichorchester“, erklärte Hans Zellner, der Trompeter der Gruppe. Er hat das Werk, wie alle anderen Stücke auch, für die Gruppe arrangiert.

Mit Flöten und Geigen

Viel Kraft, die sich ein Bläser in seinem Musikerleben erst einmal erarbeiten muss, verlangt der dritte Satz aus Bachs Brandenburgischen Konzert Nr. 2 dem Trompeter ab. Doch auch die anderen Musiker hatten ihr Tun, um den Part der schnellen und beweglichen Flöten und Geigen zu übernehmen. Beeindruckend, wie Harmonic Brass das schaffte!

Munter ging es in den Songs aus Frederick Loewes Musical „My Fair Lady“ zu. Trompeterin Elisabeth Fessler, die seit anderthalb Jahren zum Ensemble gehört, regte während einer Englandtournee an, sie ins Repertoire aufzunehmen. Die Band inszenierte das Musical ein wenig, damit die Zuschauer auch die Handlung im Blick hatten. Fessler spielte das Blumenmädchen, dem ein Professor, den Part übernahm Hornist Andreas Binder, das feine Sprechen und Benehmen einer Dame beibringt.

Biene Maja, Heidi, Pipi Langstrum, Tom und Jerry

Daneben integrierten die Musiker Popmusik, etwa Michael Jacksons „Black or White“, ins Programm. Arrangeur Zellner schafft es, auch ohne das im Pop so wichtige Schlagzeug auszukommen. Einmal indes animierte Posaunist Thomas Lux zum Mitklatschen. Rockig-poppig ging es im zweiten Teil des Konzerts zu. Für Heiterkeit sorgten die zahlreichen Bläseradaptionen von Kinder-Fernsehsendungen: Biene Maja, Heidi, Pipi Langstrum, Tom und Jerry, Die Sendung mit der Maus.

Als am Ende Manfred Häberlein mit rotem Kopf und dicken Backen rasend schnell und trotzdem sauber „Mein Hut, der hat drei Ecken“ auf der Tuba spielte, hielt es das Publikum nicht mehr auf den Sitzen. Stehend applaudierten die Zuhörer. Mit drei Zugaben wurden sie belohnt. Den Abschluss bildete, passend zum Auftrittsort, ein Abendsegen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff