Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Heimspiel für Triosence

Kassel Heimspiel für Triosence

Für zwei der drei Mitglieder von Triosence ist es am Sonnabend ein echtes Heimspiel gewesen: Das Konzert im voll besetzten Kulturzelt an der Drahtbrücke am Ufer der Fulda in Kassel. Pianist und Komponist Bernhard Schüler und Schlagzeuger Stephan Emig sind in Kassel geboren

Voriger Artikel
Frech und voller Lebensfreude
Nächster Artikel
So waren die Göttinger Theatertage
Quelle: r

Kassel. Komplettiert wurden sie dort an diesem Abend von Omar Rodriguez Calvo, Hamburger mit kubanischen Wurzeln und am Bass schon beim Tingvall Trio eine Institution.

Zu Hause ist es ja bekanntlich immer besonders schön. Wohl auch deswegen bekam das Publikum in Kassel etwas Besonderes zu hören: Einen umfangreichen Vorgeschmack auf das Album, das Triosence in Kürze aufnehmen wollen.

Das verspricht, vielfältig und einprägsam zu werden. Bernhard Schüler hat sich beim Komponieren – wie er das Publikum ausführlich wissen ließ – von unterschiedlichsten Situationen, Kulturkreisen und Menschen inspirieren lassen. Besonders häufig dabei: Brasilianische Rhythmen wie Samba und Bossanova, die das Jazztrio zu einem ganz eigenen Klang verarbeitet. Aber auch über Klassisches wie eine Neuinterpretation der goldenen Swing-Zeit durfte sich das Publikum und dürfen sich zukünftige Hörer des neuen Triosence-Albums freuen.

Auch wenn Schüler der Mann der Worte und Erklärungen war – die heimlichen Stars des Abends waren Rodriguez Calvo und Emig: Rodriguez Calvo mit seiner Leidenschaft für den Bass, die in jedem Zupfen und Streichen zum Ausdruck kommt und jedes Stück trägt, und Emig mit einer kreativen Vielfalt an Klangerzeugern, mit seinem feinen Gespür für die wechselnden Takte und Temperamente zwischen und innerhalb der Stücke.

Durchaus komplexe Kompositionen, handwerkliches Können der Musiker und eine locker-sympathische Präsentation haben das Konzert für das Kulturzelt-Publikum zu einem rundum gelungenen, unterhaltsamen Erlebnis gemacht. Da durfte es dann auch gerne mehr als nur eine Zugabe sein.

Von Isabel Trzeciok

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff