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Hinrich Alpers beim Konzert des Göttinger Symphonie-Orchesters

Musikalische Erinnerungen Hinrich Alpers beim Konzert des Göttinger Symphonie-Orchesters

Zwei Gäste hat das Göttinger Symphonie-Orchester (GSO) für sein Konzert unter dem Motto „Entwicklungen“ am Freitag eingeladen: den Pianisten Hinrich Alpers und den Dirigenten Eugene Tzigane. Alpers spielt den Solopart in César Francks „Symphonischen Variationen“ für Klavier und Orchester.

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Schon lange mit den Göttinger Symphonikern verbunden: Hinrich Alpers.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Schon vor 16 Jahren hat Alpers mit dem GSO musiziert – damals noch nicht als Solist, sondern als Spieler des Klavierparts im Orchester. „Das war unter Christian Simonis“, erinnert er sich, „in einem Konzert, das dirigierenden Komponisten gewidmet war. Da habe ich in einem Divertimento von Bernstein und einem Stück von Klemperer mitgewirkt. Das dritte Werk will mir nicht mehr einfallen.“

Überhaupt verbinden sich für Alpers mit dem GSO viele musikalische Erinnerungen. In seiner Heimatstadt Uelzen war das Orchester häufig zu Gast, „schon unter Schmidt-Gertenbach“, fällt ihm wieder ein. Bereits als Schulkind bekam er Klavierunterricht an der Musikhochschule in Hannover: bei Bernd Goetzke, bei dem er später sein gesamtes Studium absolvierte. Anschließend vervollkommnete er seine Ausbildung an der renommierten Juillard School of Music in New York. Dort lernte er auch seine Ehefrau, eine deutsche Cellistin, kennen. Ihr fünfjähriger Sohn, so erzählt Alpers, will jetzt auch das Klavierspielen lernen. Und an der Juillard School ist ihm damals Eugene Tzigane als Mitstudent begegnet. „Mal sehen, ob er mich wiedererkennt“, sagt er nachdenklich am Donnerstag kurz vor der ersten gemeinsamen Probe.

Alpers’ Repertoire ist breit gefächert. Mit dem GSO hat er bereits das Grieg-Klavierkonzert und das dritte Rachmaninow-Konzert gespielt. 2008 hat er Klavierwerke von Robert Schumann auf CD herausgebracht, kürzlich das gesamte Klavierwerk von Maurice Ravel: „Das sind zwei randvolle CDs“. An acht Abenden hat er einen Konzertzyklus mit allen 32 Klaviersonaten von Beethoven gegeben. Gibt es noch Wunschträume? Auf ein spezielles Gebiet möchte er sich da nicht festlegen: „Das Klavierrepertoire ist unfassbar groß.“

Und César Franck? „Den habe ich immer sehr gemocht“, sagt der Pianist, „von dem habe ich mehrere Solostücke im Repertoire.“ Seine bevorzugte Plattenaufnahme der Symphonischen Variationen für Klavier und Orchester stammt von Walter Gieseking. „Der ist mein Lieblingspianist“, bekennt er, „vor allem wegen seiner Repertoirevielfalt.“

Dirigent Eugene Tzigane – geboren in Tokio, aufgewachsen in den USA – hat eine besonders enge Verbindung mit der deutschen Musik. Denn gleich nach seinem Karrierestart, dem zweiten Platz im Georg-Solti-Wettbewerb 2008 („Mit Solti hat alles angefangen“), wurde er mit 26 Jahren Leiter der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford. Die vielfältige Musikszene und die Qualität der musikalischen Ausbildung in Deutschland findet er wunderbar und liebt vor allem die deutsche Musik.

Karten für das Konzert am Freitag, 20. November, um 19.45 Uhr in der Stadthalle, Albaniplatz 2, gibt es beim Tageblatt-Ticketservice in Göttingen, Jüdenstraße 13c, und Duderstadt, Auf der Spiegelbrücke 11.

 Von Michael Schäfer

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