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Hochvirtuoses Crossover

Internationale Händel-Festspiele Göttingen Hochvirtuoses Crossover

Funken lassen sie sprühen. Darum heißt das Ensemble „Spark“, das am Dienstag in einem Konzert der Händel-Festspiele in der KWS Einbeck gastierte. Das Rezept: Crossover zwischen Klassik und populärer Musik, serviert mit hochprofessioneller Virtuosität. Der Funke hat gezündet, das Publikum tobte.

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Einbeck. Ihr Programm ist ein bunter Mix aus barocken bis romantischen Grundzutaten, aufgepeppt mit treibenden modernen Rhythmen, dazu ein Schuss Minimal Music, eine (wohldosierte) Portion Show und möglichst viel Hochspannung, gern auch große Lautstärken und rasende Tempi. In Einbeck war Musik von Händel dabei, von Bach, Telemann, Vivaldi oder Mendelssohn, dazu schön schräg aufgemotzte Folklore, Filmmusik und anderes mehr. Da kann dann beispielsweise eine Händelsche Blockflötensonate unmerklich in „Somewhere over the rainbow“ münden.

2011 hat „Spark“ dafür den Echo-Klassik-Preis bekommen. Die virtuosen Fähigkeiten der beiden flötenden Protagonisten Daniel Koschitzki und Andrea Ritter sind frappierend. Wofür sie – damals als Mitglieder des Ensembles „Cleora’s Muse“ – bereits 2008 den Sieg in der Göttinger Reihe Historischer Musik errangen. Und die ihrer Mitstreiter an Violine, Cello und Klavier ebenfalls.

Ob diese „klassische Band“, wie sich „Spark“ nennt, allerdings tatsächlich der jungen Generation den Zugang zu klassischer Musik erleichtern will, darf man durchaus in Zweifel ziehen. Die Quellen sind bisweilen derart verfremdet, dass sie nur noch Spezialisten identifizieren können. Was freilich den Spaß an „Spark“ nicht mindert. Auch wenn man die Stille nach einem solchen Hochspannungs-Abend besonders genießt.

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Von Redakteur Michael Schäfer

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