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Holger Walleck stellt seine Malerei im GDA-Wohnstift Göttingen aus

Das Schöne im Kleinen Holger Walleck stellt seine Malerei im GDA-Wohnstift Göttingen aus

Manchmal ist er vor Ort und beobachtet. Manchmal schießt er selbst die Fotos, die ihn anschließend als Inspiration seiner Bilder dienen. Manchmal interessieren ihn aber auch Bilder in Büchern. So war das auch bei seinem Bild „Vögel (Bienenfresser)“, erzählt Holger Walleck bei der Ausstellungseröffnung. Er habe dieses Bild mit den zwei Vögeln entdeckt, „aber darauf saßen die mit Sicherheit nicht auf einem gelben Ast.“ Walleck, geboren 1952 in Hamburg, stellt zur Zeit im GDA-Wohnstift aus.

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Offene Augen für viele Motive: der Göttinger Künstler Holger Walleck.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. „Blumen, Landschaften, Tiere und so“ hat er die Ausstellung genannt. „Dieses ‚und so‘ ist letztlich ein kleines bisschen Freiheit, das ich mir erhalten wollte“, erklärt der Künstler, der in Göttingen lebt. Und tatsächlich ist bei der nahezu 60 Werke umfassenden Ausstellung sehr viel ‚und so‘ zu sehen. Stadtbilder und Schiffe zum Beispiel.

Walleck findet viele seiner Motive im Freien. Das Bild „Omas Kaktus“ bildet eine Ausnahme. Es zeigt einen Kaktus, der sich tatsächlich im Besitz des Künstlers befindet und einmal dessen Großmutter gehörte. „Warum eigentlich nicht. Das ist eigentlich so banal“, erzählt Walleck darüber, warum dieser Kaktus im Mittelpunkt eines 100 mal 80 Zentimeter großen Bildes stehen sollte. Genau diese Sichtweise ist typisch für den Künstler.

Seine Motive sind nicht mit Bedeutung aufgeladen. Keine Sinntiefe, sondern ein Sichtbarmachen des Schönen in den kleinen Dingen. Das schafft er, indem er auf Farbreichtum und starke Kontraste setzt. Bunte Farbflächen prallen gegeneinander, er kratzt Linien hinein, lässt dicke Farbtropfen stehen und zeichnet mit schnellen Strich ein paar Bleistiftlinien hinein. Seine Motive, so alltäglich, das jeder sie aus Naturfilmen oder dem eigenen Garten kennt, werden in ihrer Ästhetik so verstärkt, dass ihre Banalität plötzlich in den Hintergrund rückt. So wird aus Omas Kaktus ein spannendes Bild. „Mein Ansatz ist, das ich manchmal ein Motiv wähle, von dem man sonst sagen würde, das ist nicht mal eins wert“, sagt Walleck.

Bis Montag, 30. März, im GDA-Wohnstift, Charlottenburger Straße 19 in Göttingen.

Von Daniela Lottmann

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