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Holzschnitte von Alfred Pohl in der Galerie Art Supplement

Schlicht und kraftvoll Holzschnitte von Alfred Pohl in der Galerie Art Supplement

Die kleine Galerie in der Burgstraße konnte den Andrang der vielen Ausstellungsbesucher kaum fassen. Meist waren es ehemalige Schüler des Kunstlehrers Alfred Pohl, aber auch Sammler des Künstlers, die inmitten von 41 schwarz-weißen Holzschnitten des Göttinger Meisters zur Eröffnung zusammenstanden.

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Quelle: spf

Göttingen. Die Motive der handwerklich sehr sorgfältig ausgeführten Arbeiten zeigen vor allem Erinnerungsbilder an seine Zeit in Peru mit indianischen Mustern und typischen Gebäuden, einige Illustrationen zu Werken der Weltliteratur, aber auch seltsam starre Frauenakte und Tiere. Auffällig ist die dynamische Darstellung von Tieren, während seine Menschen, sogar eine Flamencotänzerin, Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen, so als wenn sie innehalten würden, um dem Betrachter Zeit zum Nachdenken zu geben.

Der 87-jährige Pohl lehnt Interpretationen ab, seine Bilder sprechen selbst, und sie scheinen zu allen Betrachtern anders zu sprechen. Sein expressionistischer Beziehungsrahmen markiert seinen klassischen Stil und seine Aussagen, es sind Muster und Gestalten, die gleichberechtigt neben- und übereinander geschichtet stehen.

Sicher ein Tribut an das Material sperriger Holzplatten, dessen eigenen, natürlichen Bearbeitungsspuren er auch etwas nachhilft, wenn das im Druckprozess immer wieder veränderte Ergebnis, ihm nicht zu genügen scheint. Pohl, der in Göttingen unter anderem durch zahlreiche Werke im Krankenhaus Neubethlehem für seine mehrfarbigen Holzschnitte bekannter ist, zeigt sich hier in schlichten und kraftvollen Schwarz-weiß-Arbeiten.

Von Günter Blümel

Die Ausstellung ist bis zum 31. Dezember, montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 13 Uhr in der Galerie Art Supplement, Burgstraße 37 a in Göttingen, geöffnet.

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