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Honneurs von Herrn Händel

Internationale Händel-Festspiele 2016 Honneurs von Herrn Händel

Beleidigt hat Herr Händel den Saal verlassen: Bei der Programmvorstellung der Internationalen Händel-Festspiele 2016 schneite der Maestro herein - als Puppe. Diese wird ein Erkennungszeichen der Festspiele, die vom 5. bis 16. Mai mehr als 70 Veranstaltungen zur Barockmusik von Georg Friedrich Händel (1685-1759) bieten werden.

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Will sich am Dienstag früh am Morgen vor der Tageblatt-Geschäftsstelle in Göttingen blicken lassen: Herr Händel freut sich auf seine Fans und wird von Puppenspieler Heiko Brockhausen begleitet. Foto: Wenzel

Quelle: Wenzel

Göttingen. Verbindungen zu haben, sie nutzen zu können, ist in vielerlei Hinsicht von Vorteil. In der Oper Imeneo kommt das zum Ausdruck.

Die selten gespielte „Operetta“, die 1740 in London uraufgeführt wurde, wird die Barock-Spezialistin Sigrid T‘Hooft aus Belgien inszenieren. „Die Feuerwehr wird sich freuen über einen großen Einsatz“, kündigte mit Blick auf die Inszenierung Tobias Wolff, Geschäftsführender Intendant der Festspiele an, um gleich zu ergänzen, „einen Sicherungseinsatz“.

Förderer und Unterstützer der Händel-Festspiele 2016: Dr. Sabine Schormann (Stiftungsdirektorin Niedersächsische Sparkassenstiftung); Sandra Hinz (Verwaltungsdirektorin, Deutsches Theater Göttingen); Rolf-Georg Köhler (Oberbürgermeister der Stadt Göttingen); Rainer Hald (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen); Lavinia Francke (Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen); Dr. Annette Schwandner (Ministerialdirigentin im Ministerium für Wissenschaft und Kultur); Marcel Riethig (Kreisrat des Landkreises Göttingen); Gerhard Scharner (Stellvertr. Vorsitzender der Göttinger Händel-Gesellschaft e. V.); Dr. Dagmar Schlapeit-Beck (Dezernentin für Kultur und Soziales der Stadt Göttingen); Michael C.-E. Büchting (AKB-Stiftung); Anna Mohr (Klosterkammer Hannover, Abteilung Förderungen / Klöster & Stifte); Tobias Wolff (Geschäftsführender Intendant Internationale Händel-Festspiele Göttingen).

Quelle: Wenzel

T‘Hooft wird Imeneo historisch inszenieren. Nicht nur Bühnenbild und Kostüme werden dem Stil der Zeit des Komponisten Händel folgen, sondern auch die Beleuchtung: 500 Kerzen sollen den Bühnenraum erhellen. Das bedeutet, dass mehr Feuerwehrleute als üblich bei den Aufführungen anwesend sein werden.

Das Thema der Oper, Imeneo lässt als Gott der Hochzeit seine Verbindungen spielen bis zum Happy End, hat auch den Festspielen das Motto gegeben: „Verbindungen - Connections“. Deren Bedeutung für die Festspiele machten am Montag bei der Programmvorstellung in der Gipsabguss-Sammlung der Universität Göttingen die Förderer und Spender deutlich.

Göttingens Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD) hob hervor, „die Händel-Festspiele sind für alle da“. Sie betonte die Breitenwirkung der Händel-Festspiele, die unter anderem mit Familienfest und Public Viewing der Oper dieses Anliegen der Stadt erfüllen. Ihr Landkreis-Kollege, Kreisrat Marcel Riethig (SPD), verwies auf die neuen Verbindungen von Landkreis Osterode und Göttingen.

Der in diesem Jahr anstehenden Kreisfusion folgten die Händel-Festspiele mit weiteren Veranstaltungsorten auch in Osterode. Und in Northeim ist das Theater der Nacht beteiligt. Dessen Leiter Heiko Brockhausen ließ auch Herrn Händel Honneurs machen, bis eine unpassende Frage zum Ursprung seiner Kompositionen von Intendant Wolff für einen Eklat sorgte: Händel verließ empört den Saal. Warum, wird das Puppenspiel „Händels Hamster“ klären, das am 22. April im Theater der Nacht Premiere haben wird.

Mit dem Oratorium Susanna werden die Festspiele am Donnerstag, 5. Mai, in der Stadthalle Göttingen eröffnet. Die britische Sopranistin Lucy Crowe, die 2013 bereits beim Galakonzert auftrat, übernimmt den Titelpart. Das Festspiel-Orchester Göttingen (FOG) begleitet Crowe und vier weitere Sänger. Eine Kostprobe aus Susanna ließ per Videobotschaft Laurence Cummings erklingen.

Beleidigt hat Herr Händel den Saal verlassen: Bei der Programmvorstellung der Internationalen Händel-Festspiele 2016 schneite der Maestro herein - als Puppe. Diese wird ein Erkennungszeichen der Festspiele, die vom 5. bis 16. Mai mehr als 70 Veranstaltungen zur Barockmusik von Georg Friedrich Händel (1685-1759) bieten werden. © Wenzel

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Der Künstlerische Leiter der Festspiele und Musikalische Leiter des FOG wird mit dem Orchester in diesem Jahr ein Galakonzert bestreiten: Damit feiert das FOG am Sonntag, 15. Mai, in der Stadthalle seinen zehnten Geburtstag.

Vorverkauf

Vom 5. bis 16. Mai stehen die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen unter dem Motto „Verbindungen – Connections“. Eintrittskarten für die etwa 70 Veranstaltungen in Stadt und Region Göttingen, in deren Mittelpunkt die Aufführungen der selten gespielten „Operetta“ Imeneo im Deutschen Theater stehen werden, gibt es unter www.haendel-festspiele.de sowie exklusiv in Göttingen beim Göttinger Tageblatt Ticket-Service, Weender Straße 44. Dort beginnt der Vorverkauf für die Mitglieder der Händel-Gesellschaft am Dienstag, 19. Januar. Der allgemeine Vorverkauf für die Händel-Festspiele 2016 beginnt am Montag, 1. Februar.

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