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Ian Late und Band spielen im Kulturclub Apex in Göttingen

Live Ian Late und Band spielen im Kulturclub Apex in Göttingen

Er trat zum zweiten Mal im Apex auf, bedankte sich für die gute Aufnahme und freute sich über ein volles Haus. Mit Ian Late war erneut ein Sänger und Gitarrist der starken Singer-Songwriter-Szene in Deutschland zum Tourstart im gut gefüllten Apex zu Gast.

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Schreibt seine Lieder selbst: Ian Late.

Quelle: Pförtner

Doch er kam nicht allein, sondern brachte mit Markus Abendroth an der E-Gitarre, Peter Thomas am Schlagzeug und Ben Kinder am Bass seine Band mit. Kennengelernt haben sich die Musiker beim Studium in Berlin.

„Danke, dass ihr nicht zum Fußball gegangen seid. Wie habt ihr von dem Konzert erfahren?“ Late sucht gleich charmant den Kontakt zu dem vorwiegend jungen Publikum. Dabei stellt sich heraus, dass es „das gute alte Plakat“ war und nicht eine Plattform wie Facebook, das die Besucher ins Konzert lockte. Late schreibt seine Stücke komplett selbst, und im Studio werden diese dann mit der Band gemeinsam weiterentwickelt. Seine eingängigen Kompositionen, wunderbar leichthändig von seinen Mitmusikern gespielt, bewegen sich vorwiegend im Laid-back-Bereich. Unauffällig locker legen Thomas und Kinder das rhythmische Fundament. Kinder ist nach eigener Aussage kein Bassist. Er wurde aber von seinen Mitmusikern in einer Probe dazu gedrängt und hat sich dann für die Tour seinen ersten Bass zugelegt.

Abendroths Gitarrenspiel, bisweilen sphärisch und mit Hall unterlegt, setzt feine Akzente. Hin und wieder kommt es zu kleinen Ausbrüchen und mit „We never know“ hat das Quartett sogar etwas Tanzbares im Programm. „California“ entstand, bevor Late dann tatsächlich mal dort war und ernüchtert feststellte, dass „nicht alles Gold ist was glänzt“.

„I want you“ beginnt mit Lates eindringlicher warmer Stimme mit sparsamer musikalischer Begleitung, leicht verhallt klingt die Gitarre zu lockerem Rhythmus. Auch wenn der Titel etwas anderes vermuten lässt, ist „All things must end“ ein Anstoß, sein Leben zu nutzen. „Strong“ beginnt verspielt, um dann richtig laut zu werden.

Ernst wird es zum Ende des Konzertes hin. Das Stück „CBTE“ steht für „Could be the end“ und handelt von einem am Abgrund stehenden Menschen, zu dem man nicht mehr durchdringen kann. Das Publikum sei etwas schüchtern, wie Late im Verlauf des Konzertes sagt. Es steigert sich aber und ist dann auch hörbar begeistert. So geht es in einer der drei Zugaben passend zur Jahreszeit in Flip Flops beschwingt durch die „Summer days“. Ein flotter Song, der wie das gesamte Konzert einfach gute Laune versprüht.

Von Jörg Linnhoff

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