Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
„Identification please“ im Alten Rathaus

Ausstellung von Liz Magic Laser „Identification please“ im Alten Rathaus

Die Medienkünstlerin Liz Magic Laser beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit soziologischen und politischen Themen, die sie zum Beispiel anhand Gestik und Mimik des Menschen analysiert.Ihre Ausstellung „Identification please“ wurde am Sonntag im Alten Rathaus eröffnet.

Voriger Artikel
Coffee to go hieß früher Thermoskanne
Nächster Artikel
Tickets für Komische Nacht zu gewinnen

Ausstellung von Liz Magic Laser im Alten Rathaus Göttingen.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Lasers Arbeiten vereinen Wissenschaft und Kunst. In komplexen Videoinstallationen widmet sie sich vor allem der Empathie des Menschen und dessen Manipulierung durch die Medien. Die sowohl thematisch als auch räumlich zentrale Arbeit der Ausstellung ist die Installation „Identification please“, die auch namensgebend für die Ausstellung war. In eine Ausgabe der Süddeutschen Zeitung, deren Aufmacher mit „Eine Chance für Syrien“ betitelt ist, wurde ein Bildschirm eingebaut. Dieser zeigt ein Video, für das die Künstlerin vor kurzem mit Schülern des Max-Planck-Gymnasiums Szenen nachspielte, die die Flüchtlingskrise zum Thema haben.

Info

Die Ausstellung „Identification please“ ist noch bis Sonntag, 15. Mai, im Alten Rathaus, Markt 9, in Göttingen zu sehen. Geöffnet ist sie dienstags bis sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr.

Lasers Arbeiten vereinen Wissenschaft und Kunst. In komplexen Videoinstallationen widmet sie sich vor allem der Empathie des Menschen und dessen Manipulierung durch die Medien. Die sowohl thematisch als auch räumlich zentrale Arbeit der Ausstellung ist die Installation „Identification please“, die auch namensgebend für die Ausstellung war. In eine Ausgabe der Süddeutschen Zeitung, deren Aufmacher mit „Eine Chance für Syrien“ betitelt ist, wurde ein Bildschirm eingebaut. Dieser zeigt ein Video, für das die Künstlerin vor kurzem mit Schülern des Max-Planck-Gymnasiums Szenen nachspielte, die die Flüchtlingskrise zum Thema haben.

In „Kiss & Cry“, einer Videoinstallation von 2015, thematisiert die 1981 geborene Laser den Begriff Kindheit anhand zweier junger Eiskunstläufer, die in ihrer Unschuld zu Erfolg gedrillt werden. „Diese Welt ist kein guter Platz für Kinder“, sagt eines der Kinder im Video in Anspielung auf das Thema Diskriminierung. „Ich  möchte, dass die Kinder aufstehen und für ihre Rechte kämpfen“. Auch die Installation im Raum gegenüber lädt zum Nachdenken ein: Eine Tafel zeigt Handbewegungen und ihre Bedeutung und Wirkung auf andere Personen – etwas, was für den Menschen oftmals unbewusst passiert.

Überall wird der Besucher der vom Kunstverein veranstalteten Ausstellung angesprochen, sich selbst zu reflektieren. Auf dem Boden sind Yoga-Matten ausgelegt. „Wie fühlen sich deine Hände an? Wie fühlen sich deine Schultern an?“, erklingt eine beruhigende Stimme aus einem Lautsprecher. Mit einem beschrifteten Spiegel lädt die Künstlerin in gewisser Weise ein, sich selbst als Kunstwerk zu inszenieren.

 

Bei dieser Vielzahl an geräuschintensiven Arbeiten fällt es zeitweise schwer, sich ganz auf ein Werk zu konzentrieren und alles andere auszublenden. Die Ausstellung spricht durch eine starke Technisierung. Selbst die obligatorischen Werkbeschreibungen, die der Museumsbesucher als bedruckte Schildchen neben dem Werk kennt, sind durch Tablet-PCs ausgetauscht, die ununterbrochen Informationen und Aufforderungen an den Betrachter abspielen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff