Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Igor Budinstein als Gastdirigent beim GSO

Witz, Grazie und Leidenschaft Igor Budinstein als Gastdirigent beim GSO

Zum dritten Mal seit 2013 hat am Freitag der Dirigent Igor Budinstein ein Konzert des Göttinger Symphonie-Orchesters (GSO) geleitet. Solistin war die Sopranistin Alena Karmanova, die in Beethovens „Ah perfido“ mit hochdramatischem Timbre und strahlenden Spitzentönen ihr Publikum begeisterte.

51.534087 9.94306
Google Map of 51.534087,9.94306
Mehr Infos
Nächster Artikel
„Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft“

Engagierter Gastdirigent: Igor Budinstein.

Quelle: r

Göttingen. Budinstein, zunächst in Moskau, Berlin und Lübeck als Geiger und Bratscher ausgebildet und seit 2010 als Dirigent aktiv, hatte sich bereits 2013 und 2015 in zwei kleineren GSO-Konzerten als sensibler Orchesterleiter bewährt. Nun stellte er sich mit einem stilistisch besonders vielfältigen Programm einer neue Bewährungsprobe: von Haydns Symphonie Nr. 87 über Beethovens „Ah perfido“ und Prokofjews „Symphonie classique“ bis zu Kodalys „Tänzen aus Galánta“.

„Fledermaus“ von Johann Strauß

Die bestand er souverän. Den Witz, die Grazie und die durchsichtige Lebendigkeit in Haydns A-Dur-Symphonie zeichnete er mit deutlichen Konturen nach und war der russischen Sängerin Alena Karmanova ein ausgesprochen einfühlsamer Partner. Die Sopranistin überraschte mit einem schier unerschöpflichen Reservoir an metallisch glänzender Stimmkraft, mit einer bezwingenden Ausdrucksintensität, auch mit sehr feinen, zurückgenommenen Tönen und einem hochentwickelten dramatischen Gestaltungsvermögen. Die begeisterten Zuhörer erklatschten sich die von Budinstein schon eingangs in Aussicht gestellte Zugabe: den Csárdás „Klänge der Heimat“ aus der „Fledermaus“ von Johann Strauß.

Der heitere Spielwitz, mit dem die bestens aufgelegten GSO-Musiker schon in der Haydn-Symphonie ihr Publikum zum Schmunzeln gebracht hatten, bestimmte auch Prokofjews „Symphonie classique“. Wenn auch die Streicher in den höchsten Lagen hier und da für eine CD-Aufnahme vielleicht noch etwas hätten nachpolieren müssen, so gab es doch allerorten feine solistische Leistungen, von denen vor allem die Holzbläser mit ihrem präzise aufeinander abgestimmten Spiel auch in den raschsten Tempi hervorgehoben seien.

Applaus in der Stadthalle Göttingen

Den Schlusspunkt setzten Budinstein und das GSO mit den leidenschaftlich und ungeheuer schwungvoll gestalteten „Tänzen aus Galánta“ von Zoltán Kodály: ein bravouröser Kehraus, auf den die Zuhörer in der voll besetzten Stadthalle mit begeistertem Applaus und Bravorufen reagierten.

Nächster GSO-Termin: „Stars von morgen“ am Freitag, 29. April, um 19.45 Uhr in der Stadthalle, Albaniplatz 2.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Von Redakteur Michael Schäfer

Die Milchbar im Nörgelbuff