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„Im Land der Fische“ von Nino Haratischwili

Uraufführung im Deutschen Theater „Im Land der Fische“ von Nino Haratischwili

Nino Haratischwili stammt aus Georgien. 1983 wurde sie dort geboren, da ist sie auch aufgewachsen und hat Filmregie studiert. In Hamburg sattelte sie ab 2003 ein Regiestudium an der viel gepriesenen Hamburger Theaterakademie drauf. Am Deutschen Theater (DT) Göttingen inszenierte ihr Studienkollege Felix Rothenhäusler die Uraufführung ihres Stückes „Zorn“, das sie als Auftragsarbeit für das DT schrieb. Und seit dieser Spielzeit ist die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin Hausautorin am DT.

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Zu groß, zu hart: ein überdimensionales Sofa gegen die Göttinger Gemütlichkeit, darauf Autorin und Regisseurin Haratischwili.

Quelle: CH

Ihr Auftrag: ein Stück, das auf die DT-Bühne sollte. „Das Leben der Fische“ heißt das Werk, das sie selbst inszeniert. Am Sonnabend, 30. April, ist Uraufführung.

Mit der Hausautorenschaft habe die Arbeit von „Zorn“ fortgeführt werden sollen, erzählt Haratischwili. Inhaltlich sollte es um Göttingen gehen und das Gefühl, das die Stadt verströmt. Allerdings „nicht konkret“, konkretisiert Haratischwili, es sollte „nur ein Grundgedanke sein, eine Zugriffsquelle“. Seit mehr als drei Jahren sei sie jetzt immer wieder in Göttingen gewesen, sagt sie. Und: „Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt.“ Ihr Eindruck von der Studentenstadt: „Alles ist schön, und allen geht es gut.“ Aus einer solchen Konstellation könne man allerdings kein Stück entwickeln. Ihr Plan: Sie habe eine Gegenstimmung aufbauen, das kuschelige Gefühl infrage stellen und ein großes Fragezeichen setzen wollen, erläutert Haratischwili.

Erzählt wird die Geschichte von Ida, „einem jungen Mädchen aus einer schwachen sozialen Schicht mit massiven auch finanziellen Problemen“, sagt Haratischwili. Sie gerät an eine „seltsame Frau“, für die sie einen Mann beschatten soll, mit dem die Auftraggeberin noch eine Rechnung offen hat. Das Mädchen entdeckt dabei „obsessive, ungeklärte Geheimnisse und Geschichten“. Die Anlage sei „ein Spiel in einem Spiel in einem Spiel, ein Kopflabyrinth“, erklärt Haratischwili.

Für diesen Plot hat Bühnenbildnerin Silke Rudolph ein Treppengerüst entworfen, das die Verschachtelung und das Verwirrspiel aufnimmt. Es erinnert an die geometrisch unmöglichen Treppen von Maurits Cornelis Escher.

Umrahmt wird das Geschehen von den titelgebenden Fischen, zu denen Ida ertrinkend hinabsinkt. „Wegen der Berichterstattung über eine Flaschenpost im Tageblatt bin ich auf den Ausgangspunkt meiner Geschichte gekommen – die Fische“, erzählt Haratischwili. Sie habe die Idee eines Landes gehabt, in dem Flaschenpost lagere und Fische arbeiteten – „wahnsinnig aufregend“, findet sie.

Uraufführung: Sonnabend, 30. April, 19.45 Uhr im Deutschen Theater Göttingen, Theaterplatz 11. Kartentelefon: 05 51 / 49 69 11.

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