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Im Laufschritt durch die Pubertät

Uraufführung: Im Laufschritt durch die Pubertät

Grünes Oberhemd mit Knöpfen, eine orangefarbene Hose bis kurz über die Knie: Die Kleidung die Dominik Bliefert beim Frühjahrsvolkslauf im Göttinger Jahnstadion getragen hat, entsprach nicht eben dem sportlichen Standard. Doch Bliefert hatte einen Grund für das ungewöhnliche Outfit. 

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Er lief für die Inszenierung „Just in Case“ des Jungen Schauspiels, die am Freitag, 24. April, Uraufführung im Studio des Deutschen Theaters Göttingen hat. Meg Rosoffs Roman wurde im Jahr 2008 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Joachim von Burchard inszeniert eine dramatisierte Fassung des Buches.  

Bliefert spielt David, einen Jungen in der Pubertät, der versucht, sich vor dem Schicksal zu verstecken. Dabei trainiert Justin, wie er sich nennt, auch Mittelstreckenlauf und gewinnt einen Stadtmarathon. Eine drohende Katastrophe hat ihn aus seiner Lebensbahn geworfen. In letzter Sekunde konnte er seinen kleinen Bruder vor einem Sturz aus dem Fenster retten. 

David nennt sich fortan Justin, trägt seltsame Kleidung, die die ebenfalls seltsame Agnes für ihn ausgesucht hat. „Er pflegt eine Egozentrik, die nicht so gesund ist“, sagt Dramaturgin Nicola Bongard. Ausstatterin Jeannine Simon hat für Davids Lebenssuche ein Bühnenbild „mit Probenbühnenatmosphäre, einen Unort“ entworfen, die dem unfertigen Lebens des Jungen entspricht.

Kameraeinsatz

Neben Bliefert spielen Imme Beccard, Anna-Katharina Philippi und Gerd Zinck. „Jede Figur, die Auftritt, spiegelt diesen einen Menschen wieder“, sagt Bongard und meint David, der auf der Suche nach seinem Platz im Leben ist. 

Seit längerem setzt von Burchard zum ersten mal wieder auf der Bühne eine Kamera ein. Eine Szene, die in einem Nebenraum spielt, wird für die Zuschauer übertragen. Den gut 100-minütigen Pubertätslauf  lässt der Regisseur an vielen Orte im DT-Studie im Studio spielen. Für die Musik zur Inszenierung zeichnet Jan Exner, ein langjähriger Weggefährte von Burchards, verantwortlich. 

Premiere ist am Freitag, 24. April, um 20 Uhr im Studio des Deutschen Theaters Göttingen, Theaterplatz 11. Kartentelefon: 0551/496911.

                                                                                                                                            Von pek

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