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Auf der Bühne verjüngt

Interview mit Elch-Preisträger Hans Well Auf der Bühne verjüngt

Seit 1997 vergibt die Stadt Göttingen den Satirepreis „Göttinger Elch“. 19 Künstler gehören inzwischen zum Elchrudel. In Tageblatt-Interviews sprechen die Preisträger über ihre Erinnerungen, über Zukunft und Elchrahmsuppe. Diesmal: Hans Well von den Biermösl Blosn.

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„Betreutes Singen“: Hans Well und seine musizierenden Kinder – gemeinsam sind sie die Band Wellbappn.     

Quelle: Bolle

Haben Sie noch eine besondere Erinnerung an den Tag, als Ihnen der Elch-Preis verliehen wurde?

Ja, weil der Ernst Kahl damals als unser Elch-Vorgänger zur Ukulelebegleitung seltsame, aber geniale Lieder gesungen hat. Zu später Stunde erzählte mir Harry Rowohlt in der Hotelbar wunderliche Geschichten – unter dem Einfluss einiger Flaschen Wasser. 

An welchem Projekt arbeiten Sie gerade?

Inzwischen trete ich nach meiner Entlassung durch meine Brüder mit meinen erwachsenen Kindern auf. Sie haben sich den Namen „Wellbappn“ gewählt. Bappn bedeutet in Süddeutschland soviel wie loses Mundwerk. Die drei verjüngen mich auf der Bühne um Jahrzehnte, kritisieren meine Texte wie ehedem meine Brüder und bringen mich durch ihre instrumentale Überlegenheit bisweilen sogar zum Üben …! Mit den  Dreien mach ich gerade ein neues Programm.

Kommen Sie zur Verleihung des Elch-Preises 2017?

Wenn ich mit den Wellbappn nicht gerade dann einen Auftritt habe, mit dem größten Vergnügen.

Was haben Sie mit den 99 Dosen Elchrahmsuppe gemacht? Gibt es noch Restbestände?

Es gibt noch drei Dosen – an einem sicheren Ort versteckt und mit einem Gefahrenhinweisschild versehen.

Wen würden Sie gerne noch in das Rudel der Elch-Preisträger aufnehmen?

Den Hans Zippert beziehungsweise Axel Hacke – am besten alle zwei beide.

Das Rudel der Elchpreisträger

Der „Göttinger Elch“ ist Deutschlands einziger ­Satirepreis. Künstler, ­Kabarettisten, Schriftsteller und Schauspieler erhalten ihn für ihr Lebenswerk. Er ist dotiert mit 3333,33 Euro und einer vollsilbernen Elch-Brosche. Bis 2015 gehörten weiterhin 99 Dosen Elchrahmsuppe dazu. 1997 wurde der Elchpreis zum ersten Mal verliehen.

Bisher haben den Göttinger Elch erhalten:

1997: Chlodwig Poth (1930-2004)

1999: Robert Gernhardt (1937-2006)

2000: Gerhard Polt

2001: Harry Rowohlt (1945-2015)

2002: Marie Marcks (1922-2014)

2003: F. W. Bernstein

2004: Emil Steinberger

2005: Otto Waalkes

2006: Hans Traxler

2007: Ernst Kahl

2008: Biermösl Blosn

2009: Helge Schneider

2010: Olli Dittrich

2011: Josef Hader

2012: Franziska Becker

2013: Michael Sowa

2014: Georg Schramm

2015: Rudi Hurzlmeier

2016: Max Goldt

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