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Blutrünstige Geschichten

Quartett Cara im Apex Blutrünstige Geschichten

Mit überwiegend eigenem Material und erfrischend modernem Bandsound hat sich die deutsch-schottische Folk-Band Cara über dreizehn Jahre zu einer der gefragtesten Gruppen des Genres entwickelt. Nach Tourneen durch Europa und die USA ist sie nun im Apex aufgetreten.

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Spaß mit Irish Folk: die Band Cara.

Quelle: r

Göttingen. Der Klang des Quartetts wird geprägt durch die klaren Stimmen der charismatischen Sängerinnen und Songwriterinnen Gudrun Walther und Kim Edgar. Letztere ist Pianistin und stammt aus Schottland. Walther begann schon mit sechs Jahren Folkmusik auf der Geige zu spielen und glänzt auf einem diatonischen Akkordeon. Hendrik Morgenbrodt spielt neben diversen Flöten vorwiegend einen irischen Dudelsack. Mastermind Jürgen Treyz ist die treibende Kraft an der Akustikgitarre und Dobro.

Mit „A Leaf For A Sail“, dem ersten Song ihres aktuellen fünften Albums „Yet We Sing“, eröffnen sie zu zarten Pianoklängen und der wunderbar schwebenden Stimme von Edgar auch das Konzert. Nach und nach kommen die anderen Instrumente dazu und schaffen einen homogenen Bandsound. Zu „Inishturk“ mit den für irische Folk-Musik typisch treibenden Violinklängen lebt die Vorstellung von einem vollen irischen Pub und im Kreis tanzenden Menschen auf.

Charmant humorvoll führt Walther in die Geschichten der Lieder ein. „Ardkeen“ sei das einzige irische Seemannslied, in dem der Seemann am Ende am Leben bleibt. Das Lied zeugt von Sehnsucht und langer Wartezeit auf den Liebsten. Blutrünstig geht es in der Ballade von „Little Musgrave“ zu. Der Titelheld, ein Ritter von kleiner Gestalt, verliebt sich in eine Lady, lässt sich auf ein Schäferstündchen mit ihr ein und wird dabei vom Lord erwischt. In einem anschließenden Duell nimmt „Little Musgrave“ ein blutiges Ende durch das Schwert des Lords. Anschließend erschlägt dieser auch seine Frau, um dann etwas reumütig festzustellen, dass er seinen besten Ritter und die schönste Frau des Landes getötet hat. Das traurige Ende klingt mit zarten Gitarrenklängen von Treyz aus. Dieser glänzt auch in dem Instrumentalstück „A Wee Dobro Tune“ mit wunderbar gleitenden Dobro-Klängen. In „Blood, Ice And Ashes“ singt Edgar mit bezaubernder Stimme erneut über Mord und Totschlag. Zur großen Begeisterung der Besucher fordert die Band zum Ende noch mal stimmungsvoll zum Tanz auf und lässt mit in schnellen Takten gespielten „Reels“ eine Riesenstimmung aufkommen.

Von Jörg Linnhoff

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