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Jahcoustix und Philipp Artmann im Live-Club Nörgelbuff in Göttingen

Akustischer Reggae im Doppelpack Jahcoustix und Philipp Artmann im Live-Club Nörgelbuff in Göttingen

Gute Stimmung, „good vibrations“ wie es im Reggaejargon heißt, war angesagt, als Jahcoustix im ausverkauften Nörgelbuff die Bühne betrat. Dort präsentierte er akustisch im Duo mit seinem Gitarristen Uli „Ulinjah“ Czermak Lieder seiner inzwischen sieben erschienenen Alben.

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Musikalischer Weltenbummler: Dominik „Jahcoustix“ Haas.

Quelle: EF

Göttingen. Dominik „Jahcoustix“ Haas ist ein musikalischer Weltenbummler und nach mehr 1000 gespielten Konzerten fester Bestandteil der internationalen Reggaeszene. Er hat beispielsweise als Vorband von UB 40, Toots & The Maytals, Gregory Isaacs, Patrice oder India Arie gespielt. Seine selbst geschriebenen Texte sind philosophisch, auch kritisch und handeln von eigenen Erfahrungen und Gefühlen. In seiner Musik finden sich neben Reggae auch Soul und Blueseinflüsse.
Gleich zu Beginn nimmt er in dem Liebeslied „Appreciation“ das Publikum mit ins Boot. Der Nörgelbuff sei genau der richtige Ort für eine Akustiktour. „Babe, I’m sorry“ ist ein mit kratziger Stimme gesungener Blues. Hierin geht es um „das Schönste und das Schrecklichste, das man erleben kann, die Liebe …“ wie er kommentiert. „True to yourself“ handelt von dem Problem, ehrlich zu sich selbst zu sein und den vielen Wahrheiten, die sich  dabei ergeben. Immer wieder setzt Czermak feine solistische Akzente, während Jahcoustix mit seiner Gitarre den rhythmischen Groove vorgibt. Dabei stellt er auch augenzwinkernd seine elektronisch erzeugte Zweitstimme „The Invisible“ vor.

Bevor er nach vielen Auslandsaufenthalten nach Deutschland zurückkehrte, lebte er auch zwei Jahre in Kairo. „Salem Aleikum“, als Lied für den Frieden dort geschrieben, singt er auf Arabisch. In Jamaica hat er mit einem jungen Künstler „Don’t shoot“ aufgenommen. Der Text entstand unter dem Eindruck einer Schießerei dort, bei der unschuldige Menschen gestorben seien, sagt Jahcoustix. Czermaks Gitarre lässt das Stück mit einem Hauch Westernatmosphäre ausklingen.
Das Konzert endet mit lautstarkem Applaus des begeisterten Publikums mit dem Stück „Caution“ von Reggae-Idol Bob Marley. Begonnen hatte der Abend mit dem in Göttingen lebenden Sänger Philipp Artmann. Er präsentiert zur akustischen Gitarre Singer-Songwriterreggae und deutsche Texten im Rapkontext. Dass Reggae auch im akustischen Gewand funktioniert, hat dieser Abend sehr stimmungsvoll bewiesen.

Von Jörg Linnhoff

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