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Jamaram und Naked Superhero in der Göttinger Musa

Weg mit dem Weihnachtsspeck Jamaram und Naked Superhero in der Göttinger Musa

Gestochen scharfe Bläser setzen zu „When I come around“ ein. Dann nimmt Sänger Thomas Lugo den Regiestab in Form des Mikrofons in die Hand. Jamaram sind in der Stadt. Zum fünften Mal spielen sie in der Musa auf, und das verheißt immer eine explosive Riesenparty aus Reggae, Dub, Ska, Latin und ein wenig African Beat.

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Der ganze Saal wiegt sich in ihrem Rhythmus: Johannes Beblo am Saxophon und Kollegen lassen das Musa-Publikum tanzen.

Quelle: Heller

Göttingen. Die achtköpfige Band aus München hat seit dem Gründungsjahr 2000 über 1000 Liveshows in Deutschland, Europa oder anderen Erdteilen gespielt.

Jamaram besteht neben Lugo aus Max Alberti am Schlagzeug, Benjamin Beblo am Bass, Lionel Wharton an den Keyboards, Dominik Thäle an der Perkussion und der Brass Sektion um Johannes Beblo und Sebastian Kölbl an Saxophon und Trompete. „Der Liebe wegen verhindert“, so Lugo, ist an diesem Abend Gitarrist Samy Danger.

Zu „Oh my gosh“ stimmt das Publikum im Chor in den Refrain ein. Das Stück mit Dub- und Rapeinschlägen erinnert ein wenig an die Musik der Berliner Band Seeed. Die Party kann beginnen. Stakkatomäßiges Klatschen und eine beeindruckende Lichtchoreographie begleiten das Stück. Der ganze Saal wiegt sich im Rhythmus. „Cruzando el mar“, eine perkussive Latinnummer, singt Lugo standesgemäß in Spanisch.

Spätestens bei „Green Leaf“, dem heimlichen Hit der Band, hat diese auch den letzten Tanzmuffel am Haken. Der ganze Saal wird zu einer bewegenden Gesamtchoreographie. „Rainbow“, eine Latinnummer mit Mitsingcharakter, wartet mit einem Perkussionssolo und einem beeindruckenden Gesangsfinale von Keyboarder Wharton auf.

Zwischendurch ruft die Band zur Unterstützung von Aidswaisenkindern in Afrika durch Spenden auf, um von ihnen geförderten dortigen Einrichtungen zu helfen.

Ein kurzer Weihnachtswalzer geht über in das französisch gesungene „La Famille“, in dem Wharton mit fast opernhafter Gesangseinlage glänzt. Das Publikum wird zur Propellerchoreografie aufgerufen, bei der es Kleidungsstücke über dem Kopf kreisen lässt. Zur letzten Zugabe geht die Band ins Publikum und gibt dem Konzert mit „Jamaram Style“ und einem kleinen Perkussionsinfernale ein stimmungsvolles Ende. Berauschend!

Eröffnet wurde der Abend mit der sechsköpfigen Münchner Band Naked Superhero. Mit ihrem druckvollen, bläsergestützten Brasspunk mit Einflüssen aus Ska, Punk und ein wenig Funk und Hip Hop rollten sie mit einem beeindruckenden Auftritt würdevoll den roten Teppich für Jamaram aus.

Von Jörg Linnhoff

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