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Jasper Brandis inszeniert Kleists „Amphitryon“

Deutsches Theater Jasper Brandis inszeniert Kleists „Amphitryon“

Als „Hybrid zwischen Tragödie und Komödie“ bezeichnet Jasper Brandis Heinrich von Kleists „Amphitryon“. Am Sonnabend, 12. Dezember, wird das Stück unter seiner Regie um 19.45 Uhr am Großen Haus des Deutschen Theaters (DT) in Göttingen aufgeführt.

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Auf und im Turm: Brandis (oben), Kessler und Rupprecht.

Quelle: CH

Alkmene, der Gattin des thebanischen Feldherrn Amphitryon, erscheint Gott Jupiter – allerdings in der Gestalt ihres Mannes. Sie verbringen eine Nacht miteinander, von der Alkmene am nächsten Tag ihrem echten Mann vorschwärmt. Er ist erschüttert und verwirrt. Ähnliches widerfährt seinen Diener Sosias, dem Götterbote Merkur in seiner Gestalt entgegentritt und dreist behauptet, der wahre Sosias zu sein. Ein Ringen um die Identität beginnt.

Außer sich sein

Kleist schrieb das Lust- und Verwirrspiel 1806 nach der Vorlage eines gleichnamigen Stücks von Molière. Doch sei es dem preußischen Autor weniger um eine komische Gesellschaftskomödie gegangen als dem Franzosen. „Kleists Stück dreht sich um den Kontrollverlust, das ,Außer sich sein‘“, erklärt Dramaturg Lutz Kessler.

„Amphitryon“ ist Brandis’ dritte Arbeit am DT. Er plane, das Stück auf ähnliche Art zu inszenieren wie Samuel Becketts „Warten auf Godot“ in der Spielzeit 2008/2009 des Deutschen Theaters. Nur ein Turm steht auf der Bühne, damit die Ausstattung (Monika Rupprecht) nicht von Kleists Sprache ablenke. Diese sei geprägt von Wortabbrüchen und daher umso eindringlicher in ihrer Wirkung. „Die Sprache führt durch den Abend die Spieler, das ist das Ideal,“ so Brandis.

Karten gibt es unter Telefon  05   51  /  49   69   11 und an der Kasse des Deutschen Theaters, Theaterplatz 11 in Göttingen.

cob

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