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„Jazz ohne Gleichen“

Festival rund um den Jazz „Jazz ohne Gleichen“

Das Festival „Jazz ohne Gleichen“ auf Schloss Rittmarshausen in der Gemeinde Gleichen feiert im August seine zweite Auflage. Die Besucher erwartet die Mischung aus Musik zum Selbermachen (Workshops) und Sommer-Jazzfamilienfest mit Musikern aus der Region, aus Deutschland und Europa.

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2016 gastierte die Band Maasa & Yael Deckelbaum beim JazzOhneGleichen-Festival.
 

Quelle: Christina Hinzmann

Rittmarshausen.  Das Festival „Jazz ohne Gleichen“ auf Schloss Rittmarshausen in der Gemeinde Gleichen feiert im August seine zweite Auflage. Die Besucher erwartet die Mischung aus Musik zum Selbermachen (Workshops) und Sommer-Jazzfamilienfest mit Musikern aus der Region, aus Deutschland und Europa.

Im Vergleich zum Vorjahr will der Kulturverein Rittmarshausen, der das Festival federführend veranstaltet, „einen noch größeren Bogen der Vielfalt des Jazz spannen“. Das gilt sowohl für die sechs Workshops am Sonnabend, 19. August, als auch für die stilistisch sehr unterschiedlich akzentuierten Konzerte am Sonntag, 20 August. So stehen eine Hommage an Ella Fitzgerald, sehr grooviger Jazz aus Lissabon, eine Solo-Piano-Kunstperformance sowie zum Abschluss des Jazzfestes ein multikultureller, fröhlicher und tanzbarer Bigbandsound auf dem Bühnenprogramm.

Eintrittskarten und Shuttle-Service

Die Tageskarte für Sonntag kostet im Vorverkauf 22 Euro, ab 14 Uhr 18 Euro, ermäßigt neun Euro, Familienkarte 40 Euro. An der Tageskasse kostet das Tagesticket 26 Euro, ab 14 Uhr 22 Euro, ermäßigt 11 Euro, Familienkarte 40 Euro. Erhältlich sind die Karten unter anderem beim GT-Ticket-Service, bei Edeka Wüstefeld in Rittmarshausen sowie im Dorfladen Reinhausen.

Um 10 und 13 Uhr (Anmeldung: Telefon 0172/9341531, mail-an-kuk@gmx.de) gibt es bei Bedarf einen begrenzten Kleinbus-Shuttledienst, der am Parkplatz an der Volksbank am Geismar Tor abfährt. Die Tour zurück startet um 19.30 Uhr.

Präsentieren werden sich auch in diesem Jahr wieder unter anderem verschiedene Kulturorganisationen und Musikschulen der Region. Das Familienfest mit Spiel, Spaß und einem Catering bietet den Besuchern die Möglichkeit zu Begegnungen in idyllischer Atmosphäre.

Ein „mitreißendes Konzert“ versprechen die Veranstalter mit der multikulturellen Jazz- und Weltmusik-Bigband, der Banda Internationale zum Abschluss des Festivals am Sonntag um 18.15 Uhr. Die Formation ist ein Projekt der Banda Comunale, was frei übersetzt in etwa „Dorfkapelle“ bedeutet. Mit einem Augenzwinkern verstehen sich die elf Musiker aus Dresden auch genau so. Mit ihrer eingängigen Blasmusik sind sie sonst auf Hochzeiten, Geburtstagen oder Partys genauso wie auf Demonstrationen, Stadtfesten und Solidaritäts-Konzerten zu hören.

Mit ihrem neuen Projekt, der Banda Internationale spielt die elfköpfige Banda Comunale gemeinsam mit den Refugees. Die neun neuen Bandkollegen kommen aus Syrien, dem Irak, Iran, Burkina Faso oder Palästina. Sie spielen Oud, Riq, E-Gitarre, Geige und Cello oder singen afghanische Popsongs.

Workshops

Für Sonnabend, 19. August, sind mehrere Workshops geplant. Jazzgesang und Stimm-Improvisation für Jedermann ist Thema des Kurses mit Jazzsängerin Hanna Carlson. Im zweiten Workshop wird Andreas Jäger (Einbeck) den Teilnehmern die Improvisation an der Gitarre näherbringen. Unterschiedliche Improvisationsansätze vermittelt der Göttinger Musiker Ove Volquartz. Der Trommelworkshop mit Afroxé, der im Vorjahr für Begeisterung sorgte, wird erneut angeboten.

Drums, Saxophon und Querflöte stehen beim Kursus mit Musikern von Banda Internationale im Mittelpunkt. Das Angebot zum Thema „Swing“ richtet sich an Jugendliche. Ein multimediales Gespräch führt zu Jugend, Jazz und Swing während des Nationalsozialismus.

Die Teilnahmegebühr für die Kurse beträgt zehn Euro. Beginn ist jeweils um 13.30 Uhr Anmeldungen per Mail an mail-an-kuk@gmx.de, unter Telefon 0172/9341531.

Das 20-köpfige Kollektiv unterschiedlichster Nationalitäten und Kulturen hat mittlerweile zahlreiche Preise gewonnen und mehr als 60 Konzerte gespielt. Das Ziel der Musiker lautet: „Heimatmusik – neu interpretiert – soll Herzen öffnen, Vorurteile und Ressentiments abbauen helfen und Brücken zwischen den Kulturen bauen.“ Der Auftritt der Bigband sowie das Mitwirken zwei Musiker des Projekts an einem der Workshops wird durch die Bundesinitiative „Demokratie leben!“ in regionaler Trägerschaft der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen getragen.

Eröffnet wird der zweite Festivaltag am Sonntag um 10.45 Uhr mit einer Alphorn-Fanfare und Improvisation des Musikers Heiko Brockhausen. Weiter geht es mit einer Programmänderung: Das erste Konzert um 11 Uhr wird das Lisbon Jazz Quartet geben, im Tausch mit Hanna Carlson, die ihre Hommage an Ella Fitzgerald mit Band und Musikern des Göttinger Symphonieorchesters jetzt um 14.15 Uhr beginnt. Dazwischen, um 13 Uhr sollen die Workshop-Ergebnisse präsentiert werden. Um 16.15 Uhr kommt Johanna Borchert aus Berlin auf die Bühne und um 18.15 Uhr spielt Banda Internationale auf.

Von Karola Hoffmann

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