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Fetziger Boogie und ein volles Haus

Joe Pentzlin und Gregor Kilian in der Torhaus-Galerie Fetziger Boogie und ein volles Haus

Joe Pentzlin und Gregor Kilian konzertierten unter dem Motto „take two“ in der Torhaus-Galerie. Die 60 Plätze der Galerie waren schon lange vor Vorstellungsbeginn belegt. Weit mehr Zuhörer waren aber vor Ort und ließen sich den Auftritt des Duos nicht nehmen.

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Spontaner Einsatz von Peter Gmelin (rechts), der mit Joe Pentzlin (li.) in der Torhaus-Galerie spielte.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Das Konzert der beiden professionellen Musiker gehörte zum Rahmenprogramm der Ausstellung „Die Leichtigkeit des Seins“ von Christa Hartmann. Mit flinken Fingern rasten Pentzlin und Kilian über die Klaviatur ihrer Pianos. Kilian war sehr glücklich, dass er an diesem Abend überhaupt vor Ort sein konnte. Ein Stau vermieste ihm den pünktlichen Auftritt. Anfangs ist für ihn Pentzlins Klavierschüler Peter Gmelin eingesprungen. „Das ist Tradition, dass die Klavierschüler zu den Konzerten mitkommen und mitmachen“, so Pentzlin. Für seine Leistung am Piano wurde Gmelin mit viel Applaus belohnt und spielte so auch das Entrée für den verspäteten Kilian.

Das Zusammenspiel von Pentzlin und Kilian ist ein Ohren- und Augenschmaus. Pentzlin ist Vertreter des New-Orleans Blues, während Kilian aus der klassischen Musik kommt. Sie werfen sich gegenseitig die Einsätze zu und sind ein eingespieltes Team. Pentzlin, der in diesem Jahr noch 80 Jahre alt wird, fegt mit Leichtigkeit über die Tasten.

Die Stücke dieses Abends waren eine Mischung eigener Kreationen oder berühmter Boogie-Woogie-Songs. Ob langsamere Balladen, wie „Lonely Avenue“ von Ray Charles oder schnelle und energiegeladene Stücke „aus eigener Feder“: Die beiden Musiker zeigten ihr ganzes Können. Als Pentzlin, Kilian und Gmelin letztlich alle am gleichen Piano endeten, konnte sich das Publikum vor Begeisterung nicht mehr halten. In Zukunft sind Pentzlin und Kilian wieder öfters zu sehen. Im Apex sollen monatliche Auftritte folgen.

Von Vincent Lubbe

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