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Joseph Myers mit neuem Album auf Tour

Konzert im Nörgelbuff Joseph Myers mit neuem Album auf Tour

Der aus Osnabrück stammende Singer-Songwriter Joseph Myers singt mit leicht kratzig, markanter Stimme eigene melancholisch gefühlvolle Lieder in englischer Sprache. Sein aktuelles Album „Against the Sea“ präsentierte er bei seinem ersten Konzert in Göttingen auf der Kulturbühne im Apex.

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Joseph Myers mit neuem Album im Nörgelbuff.

Quelle: HInzmann

Göttingen. Bevor er sich mit 20 Jahren ganz der akustischen Musik verschrieb hat Myers schon in diversen Metalbands gespielt. Seit fünf Jahren ist er freiberuflicher Musiker und tourt mit seiner Band oder auch solo durch Clubs und Wohnzimmer.

Melancholisch entspannte Popstücke prägen sein neues Album „Against the Sea“, eingespielt mit seiner Band und Gästen. Im Apex tritt er solo nur zur Gitarrenbegleitung auf. Welcher Künstler bekäme schon gleich zweimal Applaus, bevor er den ersten Ton gespielt hat, ist sein erster charmanter Kommentar, nachdem er noch seine Gitarre nachstimmen muss. Myers erzählt viel zwischen seinen Liedern zu deren Entstehen. Und dies sei ein Zeichen, dass er sich gut fühle, merkt er schmunzelnd an. Seinen Auftritt beginnt er mit „Until Kingdom Come“, einem Liebeslied an die Musik.

Myers ist ein Familienmensch und diese Tatsache spiegelt sich vielfach in seinen Liedern wieder. Das neue Album hat er seinen verstorbenen Großeltern gewidmet. Im Booklet der CD finden sich viele Familienbilder und auf dem Titelbild ist seine Großmutter zwanzigjährig durch den Garten tanzend zu sehen. Ihr hat er das feinfühlige „Elisabeth“ gewidmet. Er habe sich Vorwürfe gemacht, dass es zu Lebzeiten für ihn zu selbstverständlich gewesen sei, dass sie da war.

Redegewandt, unterhaltsam führt Myers durch sein Programm. Bevor er „Leaving home“ anstimmt erzählt er von einer Tour, auf der er nach den Konzerten die Marmelade seiner Mutter verkauft habe, die einen Marmeladen-Online-Shop betreibt. Die Marmelade verkaufte sich gut, nur habe er dann zusätzlich keine CDs mehr loswerden können.

Für ein Lied zum Mitsingen begibt sich der Sänger unplugged unter das Publikum, das zu dem stimmungsvollen „Why Bother“ einen „Lalala“ Chor beisteuern darf. In dem Lied geht es um Kindernamen, die er sich auf einer Zugfahrt hat einfallen lassen, nachdem vorweg das Thema Kinder von seiner Freundin angesprochen worden war. Mit „Until Bad Dreams Are Gone“, einem zart intonierten Schlaflied für seine Nichte, verabschiedet er die begeisterten Besucher, die ihn abschließend noch zu zwei Zugaben bewegen können.

Ein Abend voller unterhaltsamer, mit eindrucksvoller Stimme gesungener, Familiengeschichten und die richtige Kost für anstehende kalte Wintertage.

Von Jörg Linnhoff

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