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Julian Press liest aus „Die Lakritzbande“ in Göttingen

Auf Tätersuche in 25 Sprachen Julian Press liest aus „Die Lakritzbande“ in Göttingen

Wo ist der Dieb, und warum wurde Herr Krimkowski überfallen? Wenn es mit der „Lakritzbande“ auf Tätersuche geht, sind kriminalistischer Spürsinn und scharfe Augen gefragt. Mit einer interaktiven Krimi-Lesung für Kinder ab acht Jahren ist am Sonnabend die „Jagd auf  Dr. Struppek“ mit dem Autor und Illustrator Julian Press in der Buchhandlung Hugendubel eröffnet worden.

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„Finde den Täter“: Autor Julian Press hat für sein Publikum jede Menge Aufgaben.

Quelle: Heller

Göttingen. Schnell ist klar: Diese Lesung ist anders als sonst üblich. Bevor es losgeht, nimmt sich der Autor noch richtig Zeit für einige kleine Zuhörer und signiert mit Hingabe deren Bücher mit aufwendigen Illustrationen. Und dann ist Mitmachen angesagt. Der 54-jährige Hamburger verteilt Stapel an Kopien mit Wimmelbild-Zeichnungen an die kleinen und großen „Spürnasen“, um dann die Geschichte zum Mitraten vorzulesen.

Eine seiner vielen Geschichten aus der Reihe „Finde den Täter“ von der es mittlerweile acht Bände gibt und der „neunte Band bereits in Arbeit“ sei. In 25 Sprachen übersetzt, gehen Kinder von Frankreich bis Brasilien und Japan und demnächst auch in Russland, so Press, mit der „Lakritzbande“ auf Tätersuche.

Philip, Flo und Caro, die von Leo und Kriminalkommissar Lars unterstützt werden, haben einen spannenden Fall zu lösen. Herrn Krimkowski wird eine Tasche gestohlen. Danach wird der Kuriositätensammler in einen Hinterhalt gelockt und sein Spazierstock verschwindet. Kapitel für Kapitel, Bild für Bild sind die Nachwuchsdetektive und die großen Zuhörer eifrig bei der Sache, den Fall zu lösen.

Mal ist etwas im Gewimmel eines Bildes versteckt, mal gibt ein Detail wichtige Hinweise. Papierfetzen müssen zusammengesetzt und Rechenaufgaben gelöst werden. Aufmerksamkeit ist gefragt. Und Press versteht es, die Spannung der Geschichte voranzutreiben und mit seiner freundlichen Art die Zuhörer zu motivieren und zu loben. Und es gibt noch weitere Rätsel zu lösen. Der Autor hat knifflige Einzelgeschichten mitgebracht, die er einst aus dem Nachlass seines Vaters Hans Jürgen Press in dem Buch „Die heiße Spur“ als Sammlung zusammengestellt hat. Diesmal ermittelt die „Pavianbande“

„Ich wurde sehr geprägt von der Arbeit meines Vaters“, erklärt Julian Press mit strahlenden Augen in einem kurzen Gespräch. „Es war sehr stimulierend und schon in ganz frühen Jahren hatte ich Lust, so etwas zu machen.“ Und seine Begeisterung teilen Generationen an Ratekrimi-Fans seit mehr als 50 Jahren. Schließlich ist Hans Jürgen Press, der einst mit seinen Kommilitonen Loriot, Peter Neugebauer („Zeus Weinsteins Abenteuer“) und Horst Janssen an der Kunsthochschule in Hamburg studierte, Schöpfer des Kinderbuch-Klassikers „Abenteuer der ‚schwarzen Hand‘“.

Von Karola Hoffmann

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