Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Spielen, singen, improvisieren

Junges Theater startet mit Theaterfest in neue Spielzeit Spielen, singen, improvisieren

Mit einem Theaterfest ist das Junge Theater in Göttingen in die neue Spielzeit 2016/17 gestartet. Neben Live-Musik gab es zwei Club-Aufführungen, eine Massenimprovisation, Theaterführungen, Kinderschminken und einen öffentlichen Probenstart zu einer gemeinsamen Stadtraumperformance von KAZ und JT.

Voriger Artikel
Musikalisches Naturwunder
Nächster Artikel
„Kultur im Kreis“: Konzert in Adelebsen

Spiel und Spaß vor dem Jungen Theater

Quelle: CH

Göttingen. Heute geht es los mit unserer Spielzeit 2016/2017“, eröffnete JT-Intendant Nico Dietrich das Theaterfest. Die Gäste bekamen ein umfangreiches Programm mit einem „sogenannten Warm-up für den Spielplan“ im Theatersaal und auf dem Wochenmarktplatz geboten.

Bei großer spätsommerlicher Hitze waren rund 80 Besucher zu einer Wiederaufnahme des Theaterstücks „Alle Tiere sind gleich“ gekommen. Die Spieler von Mini- und Yola-Club zeigten mit viel jugendlichem Elan und großer Spielfreude, wie Farmtiere die Fragen nach Macht und Mitbestimmung unter sich regeln.

Nahtlos ging es auf dem Platz mit einer kleinen Musikshow weiter. Die Schauspieler Linda Elsner, Karsten Zinser und Jan Reinartz präsentierten „unplugged“ ihr bemerkenswertes gesangliches Können mit einem „Best of Money, Money, Money“.

Einen Einblick in die Arbeit mit den fünf Theaterclubs im JT gab Schauspielerin und Club-Leiterin Agnes Giese mit etwa 30, 40 Akteuren. Bei Stimmübungen schallte ein gewaltiges „Bäääh“, und nach all dem Gähnen, Hüpfen und Interaktionsspielen gab es noch eine Improvisation. Drei Spieler entwickelten spontan eine Szene. Und während es um einen sportlichen Konkurrenzkampf ging, stahl ein knapp zweijähriges Mädchen den Akteuren kurz die Show. Der kleine Lockenschopf reihte sich spontan ein und machte gleich die Körperverrenkungen der Spieler mit.

Eine familiär lockere Stimmung begleitete das Treiben und erinnerte sehr an alte KAZ-Platz-Zeiten. Kinder spielten, ließen sich schminken oder Luftballons aufblasen. Die erwachsenen Gäste plauderten und verfolgten entspannt das Programm. Bei einem Wetter, das eher zum Badesee lockte, blieb die Anzahl der Gäste überschaubar, und ganz untypisch für einen Sonnabendnachmittag schlenderten auch kaum Passanten über den Platz.

„Kurz, knackig und lebendig“ stellten Dietrich und der künstlerische Leiter Tobias Sosinska die zehn neuen Produktionen des anstehenden Spielplans vor. Samt einer Fechtszene, in der sich die Schauspieler Karsten Zinser und Peter Christoph Scholz rund um die Bühne jagten und einen Eindruck von der Probenarbeit zu „Hamlet“ lieferten.

Mit einem Probenstart, bei dem gleich etwa 40, 50 Akteure und Gäste in eine Szene eingebunden wurden, machten Dietrich und Sosinska Appetit auf die große Stadtraumperformance „Gedächtnis einer Stadt“. Mehrere Hundert Beteiligte sollen bei dem Großprojekt von KAZ und JT mitmachen, das in den kommenden Monaten erarbeitet wird für die einmalige Aufführung am 20. Mai 2017. „Sagt es weiter, ich möchte, dass halb Göttingen mitmacht“, gab Sosinka mit auf den Weg.

Eine Info-Veranstaltung zu der Stadtraumperformance „Gedächtnis einer Stadt – Das ist unser Haus“ gibt es am 22. September um 18.30 Uhr im Jungen Theater, Hospitalstraße. Willkommen ist jeder Interessierte. Die erste Premiere der Spielzeit ist "Hamlet" am Freitag, 9. September, um 20 Uhr. Am Sonnabend, 10. September, folgt mit Money, Money, Money - auf den Trümmern des Paradies"  eine Wiederaufnahme. Ebenfalls wieder aufgenommen wird der Büchner Abend "Friede den Hütten! Krieg den Palästen, erstmals am Montag, 12. September.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff