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Performance im Stadtraum

KAZ und Junges Theater kooperieren Performance im Stadtraum

Mehr als 200 Mitwirkende wird die Inszenierung „Gedächtnis einer Stadt“ haben, die am 20. Mai 2017 Premiere haben soll. Die Bühne im Jungen Theater (JT)wäre wohl zu klein für den Darsteller-Andrang. Deswegen soll auch auf dem Wochenmarktplatz gespielt werden, erklärt Regisseur Tobias Sosinka.

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Einer der Projekt-Koordinatoren: Tobias Sosinka, Dramaturg am Jungen Theater.       

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Das Mammutprojekt will das JT gemeinsam mit dem Kommunikations- und Aktionszentrum (KAZ) stemmen, das seine Räume ebenso wie das Theater im Ottfried-Müller-Haus, Hospitalstraße 6, hat. In rund sechs Monaten wollen sie die „Stadtraum-Performance“, wie sie die Produktion nennen, umsetzen. Erste Vorbereitungen haben begonnen, erste Treffen stattgefunden.

Als Grundlage dient das Stück „Vineta“ von Jura Soyfer. Titelgebend ist eine Stadt an der Ostseeküste, die untergegangen ist, weil die Einwohner aus Hochmut nicht auf die Zeichen des nahenden Untergangs achteten. Angeprangert wird der moralische Verfall der Einwohner. Entstanden ist das Werk 1937.

Darauf aufbauend sollen sich die Beteiligten mit der Geschichte der beiden künstlerischen Einrichtungen KAZ und JT und mit der Stadt Göttingen auseinandersetzen.

„Mitmachen kann eigentlich jeder“, sagt Sosinka. Selbst wenn die Zeit nur für eine Probe reicht. Er habe schon ähnliche Projekte umgesetzt, erklärt er. In Celle beispielsweise, wo er als Chefdramaturg am Schlosstheater angestellt war.

Natürlich sollen sich an der Produktion die Aktiven aus dem KAZ und dem JT beteiligen. Tänzer, Musiker, Akrobaten, Trommler, die Theaterclubs, aber auch das Personal und vor allem auch Göttinger Bürger sollen bei der Aufführung dabei sein. So hofft Sosinka auch auf die Teilnahme von Einrichtungen wie der Feuerwehr.

Am Ende soll ein revueartig angelegtes Spektakel stehen, das im JT, im KAZ, auf dem Wochenmarktplatz und darum herum von mindestens 200 Mitwirkenden aufgeführt wird. „Ob für ein paar

Stunden, eine Woche, einen einzelnen Auftritt oder als Dauerteilnehmer, alle interessierten theaterbegeisterten Göttinger sind herzlich eingeladen am Projekt mitzuwirken“, sagt Anne Moldenhauer, Geschäftsführerin des KAZ. Und Sosinka erklärt aus Erfahrung: „Das Schwierigste dabei ist die Logistik.“

Förderung für das Projekt

27000 Euro Förderung erhält das KAZ für dieses Kooperationsprojekt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) sowie weitere 10 000 Euro von der Stiftung Niedersachsen. Es ist eines von 23

ausgewählten Projekten, die das MWK und die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) mit einem gemeinsamen Programm für neue kreative künstlerische Projekte in der Soziokultur fördert. Ziel des Programms ist es, experimentelles bis avantgardistisches Arbeiten zu fördern, Kooperationen und spartenübergreifende Modelle zwischen den Künsten zu erproben sowie neue künstlerische Formate zu entwickeln.

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